LimeWire - USA sagt schuldig

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(Fabian) In der Geschichte des Filesharing gab es bisher keine ernst zu nehmenden Ärgernisse. Zuletzt wurden die Eigentümer von Piratebay.org in Schweden verklagt. In dem Fall war es aber so, dass die Personen nicht mal mehr in Schweden lebten, also quasi das Urteil nicht fürchten mussten. Das Konfiszieren der Server behinderte die Website genau zwei Stunden lang.

Im Falle von LimeWire ist die Sache ein bisschen ernster. Hier hängt ein Software-Unternehmen an dem Prozess dran, ganz zu schweigen davon, dass hiermit ein Präzedenzfall geliefert wird, auf den sich andere (USA-)Gerichte beziehen können. Außerdem will die Musikindustrie den Besitzer, Mark Gorton, persönlich zur Verantwortung ziehen, und das heißt in diesem Fall pleite und/oder Knast.

Die RIAA (Record Industry Association of America) hat diese Woche in erster Instanz gegen LimeWire gewonnen. Dieses Urteil wurde von einem Bundesgericht in den USA ausgesprochen und würde pro Urheberrechtsverletzung bis zu 150.000 $ Strafe bedeuten.
Was das für die Firma (und Gorton) bedeutet, die Millionen von Dateien zum Tausch bietet, ist noch nicht klar.
Ob sich das Urteil in zweiter Instanz hält ist abzuwarten. In der Zwischenzeit – Gerichte brauchen Jahre – können wir ja mal abwarten, ob der 2006 gestartete Prozess von LimeWire auch Erfolg hat.
Denn 2006 hatte LimeWire die Musikindustrie zurück verklagt, und zwar auf unrechtmäßige Geschäftspraktiken und Kartellbildung.

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