Online-Medien: Europäische Kommission prüft Anpassung der Mehrwertsteuer

Florian Matthey
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Die Europäische Kommission prüft in diesen Tagen eine Angleichung der Mehrwertsteuer für Print- und Online-Medien. Viele EU-Mitgliedsstaaten besteuern Online-Medien stärker als traditionelle Zeitungen und Zeitschriften. So auch in Deutschland: Für Print-Medien zahlen Kunden sieben, für Online-Publikationen 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Unter denjenigen, die eine Angleichung des Steuersatzes auf niedrigem Niveau fordern, ist dementsprechend auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Generaldirektor für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, Jan Truszczynski, hält es zumindest für sinnvoll, Medieninhalte überall gleich zu besteuern. “Egal ob gedruckt oder auf Tablet”, erklärte der EU-Vertreter auf einer Medien-Konferenz in Brüssel. Die Forderung wird die Kommission deshalb bei den Konsultationen zum “Grünbuch zur Zukunft der Mehrwertsteuer” berücksichtigen.

Auf Online-Medien entfallen in EU-Mitgliedsstaaten zwischen 15 und 25 Prozent Mehrwertsteuer. Am höchsten ist der Steuersatz in Dänemark. Die Chefin des Europäischen Verbandes der Zeitungsverleger (ENPA), Francine Cunningham, fordert gar eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für alle Medien auf Null. Der BDZV hätte zwar nichts dagegen, hält eine solche Forderung aber für unrealistisch.

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