So sieht die Technik der Zukunft aus – Prognosen der GIGA-Redaktion

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Vor zwanzig Jahren hatten die Menschen noch einen Walkman statt einem Smartphone in der Tasche, telefonierten von Telefonzellen aus, schrieben Briefe und blätterten in Zeitungen und Lexika statt im World Wide Web. Unsere Alltags-Technologien haben sich in nur zwei Jahrzehnten deutlich verändert. Die GIGA-Redaktion spinnt zum Abschluss der Themenwoche Zukunft herum und fragt sich: Was wird es in zwanzig Jahren geben, was wünschen wir uns, was könnte wirklich kommen?

So sieht die Technik der Zukunft aus – Prognosen der GIGA-Redaktion

Dabei wird wohl jede unserer Theorien von der Wirklichkeit überholt werden. Wenn man nochmal zwanzig Jahre zurückblickt, ins Jahr 1972, gab es eine ziemlich prophetische ZDF-Doku namens “Richtung 2000″:

25-Stunden-Woche? Tragbare Schaltpulte? Hochfrequenzofen? Rund um die Uhr Fernsehen? Ähnlich futuristische Diskussionen wollen auch wir anstoßen. Hier einige Thesen zur Technik der Zukunft.

Kontaktlinsen statt Smartphones

Google Glasses war nur der Anfang: Im Jahr 2032 wird es Kontaktlinsen geben, die konstante Augmented Reality ermöglichen. Alles wird über Sprach- oder sogar Gedankenbefehle gesteuert, ein Smartphone braucht man nicht mehr, die Linsen sind außerdem Film/Fotokamera und Telefon. Die gewünschten Informationen, Daten zu Personen, die man gerade sieht, Filme etc. werden direkt vor dem inneren Auge gezeigt.

Ein ziemlich überzeugender Entwurf dazu ist der Kurzfilm “Sight”:

Sight from Sight Systems on Vimeo.

Gehirnkopplung

Wir rechnen mit einer ausgereiften DNA- und Gehirnkoppelung mit Computern. Rechner sind nicht mehr eigenständig, sondern dienen Cyborg-mäßig als persönliche Erweiterung. Musik läuft dann auch nicht mehr per Kopfhörer, sondern direkt im Kopf. Ob wirklich Schnittstellen in den Körper reinoperiert werden, ist hier umstritten, eher wird es abnehmbare Headsets o.ä. geben.

Cloud statt Datenträger

Es gibt keine greifbaren Datenträger mehr, nur noch die Cloud. Filme auf Bluray, Musik auf CD, Software auf DVDs gehören der Vergangenheit an, alle Geräte sind laufend mit der Cloud verbunden und beziehen daher ihre Daten. Einzige Ausnahme: Die Vinyl-Schallplatte wird als Sammlerstück überleben.

Flexible Akkus

Alle Geräte arbeiten mit Micro-Akkus, die kaum mehr Platz brauchen und komplett flexibel sind. Laufzeiten sind kein Problem mehr, die Akku-Aufladung geschieht sowieso drahtlos.

Displays dünn wie Papier

Displays sind extrem dünn und durchsichtig, sie können meterweise gekauft werden auf Rollen. Man kann seine ganze Wand damit tapezieren, die Tischoberfläche, Haustür. Preislich für jeden erschwinglich, sieht man überall.

Ein Gerät für Alles

Eine Trennung zwischen Fernseher, DVD-Player, Computer, Stereoanlage ist längst aufgehoben – alles findet auf einem Gerät bzw. auf den zukünftigen Displays / Projektoren statt.

Fernsehen ist tot

Ein vorgegebenes Fernsehprogramm gibt es nicht, nach persönlichen Vorlieben werden neue Inhalte vorgeschlagen. Fernsehen on Demand statt vorprogrammiert. Daher dominieren YouTube und AppleTV diese Inhalte, Sender wie RTL oder Pro7 werden Außenseiter wie Sky und bieten nur noch HighDef in 8x FullHD an.

Das hatte sich Tex Avery 1953 noch anders träumen lassen:

Bezahlen per Netzhautscan

Bezahlen läuft in der Regel nicht mehr über Bargeld oder etwa Kreditkarten, sondern über einen Netzhautscan.

Modulare Geräte mit Universalschnittstellen

Alles, was an der Steckdose hängt, ist darüber mit dem Hausnetzwerk verbunden. Günstigste Geräte jedes Herstellers nutzen die Schnittstelle, denn die Konektoren kosten nur wenige Cents. Die Umsetzung der Konnektoren bzw. die Kommunikation mit dem Netzwerk macht weiterhin bei günstigen Geräten den Unterschied. Zwar haben alle durchweg die Anbindung an die Schnittstelle, richtig nutzbar weil sinnvoll ist diese aber nicht immer. Jeder Fernseher, Rechner usw. kann sich mit dem Netzwerk verbinden und Apps nutzen.

Autos mit Near-Field-Kommunikation

Autos nutzen die Near-Field Kommunikation untereinander. Zuerst wird sie als Spass verstanden: allen anderen Fahrern die aus der selben Stadt kommen, sende ich eine Grußnachricht! Dann wird darüber der Hintermann vor Blitzern gewarnt, später sind diese in jedem Fahrzeug verbaut und warnen vor Eis auf der Straße oder vor Unfällen.

Selbststeuernde Autos

Die fliegenden Autos von “Zurück in die Zukunft” werden wir auch in 20 Jahren noch nicht haben. Dann eher selbststeuernde Autos, die unfallfrei fahren. Bis zum Teleporter dauert es noch ein bisschen länger.

Virtuell einkaufen

In einem digitalen Einkaufsladen werden die Artikel für den täglichen Gebrauch nur noch ausgewählt, optimalerweise per eigenem Smartphone/NFC. Die Ware wird dann direkt frisch nach Hause geliefert.

Fahrradhelme

In der Zukunft wird es Fahrradhelme geben, die cool aussehen.

Mit Beiträgen von Kamal, Erich, Jens, Jonas, Florian, Flavio, zusammengetragen von Peer.


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