Die Zukunft von Android

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, findet derzeit unsere Themenwoche „Technik der Zukunft“ statt. Nachdem ich mich über die mögliche Zukunft und Auswirkung durch das Project Glass als auch durch „die ganze andere Technik“ ausgelassen habe, möchte ich nun einen Ausblick zu Android wagen.

Die Zukunft von Android

Eins vorneweg:  Das Folgende ist eine persönliche Einschätzung und Meinung zum Thema Android und was uns Googles mobiles Betriebssystem in der Zukunft noch alles bieten könnte. Natürlich bin ich auch an Eurer Meinung interessiert, die Ihr hier oder im Forum mit uns teilen könnt.

Die Einführung des mobilen Betriebssystems Android war und ist ein absoluter Gamechanger. Durch die offene Struktur des Systems bekamen Entwickler plötzlich die Möglichkeit, relativ unkompliziert nicht nur Apps und andere Programme, sondern gleich ein ganzes Ökosystem für Smartphones und Tablets zu entwickeln, das ihren eigenen Ansprüchen gerecht wurde und wird. Und die Hardware-Hersteller bekamen plötzlich die Möglichkeit, Geräte zu konzipieren, die einerseits eine eigene „Software“-Persönlichkeit erhielten, andererseits aber zu einem großen Ganzen gehören. Das alles haben wir letzten Endes Linux zu verdanken, auf dessen Kernel Android ja bekanntermaßen aufbaut.

Am 21.Oktober 2008 wurde Android offiziell vorgestellt und seither hat sich wirklich jede Menge getan. Ende Juni werden mehr als 1.000.000 Android Geräte pro Tag aktiviert, der weltweite Marktanteil von Android-Smartphones liegt im 2. Quartal 2012 bei stolzen 68,1 Prozent.

Das liegt vor allem an einem großen Vorteil: Im Gegensatz etwa zu Apple und iOS ist es dank Android möglich, eine äußerst umfangreiche Bandbreite an Geräten anzubieten, die wirklich alle kaufkräftigen Kunden ansprechen. Egal wie groß oder klein das Budget, von Billig-Smartphones bis hin zu Luxus- und Hochsicherheitsgeräten gibt es unter den Android-Mobilfunkgeräten eigentlich alles, was das Technik-affine Herz begehrt.

Aber die ganze Offenheit hat auch ein massives Problem, nämlich die Fragmentierung. Zahlreiche Hersteller, die noch mehr Geräte entwickeln, viele dieser Geräte sind mit unterschiedlichen Softwares-Versionen ausgestattet , die dann auch noch eine eigene Benutzeroberfläche bekommen. Das kann nur zu Problemen führen. Zwar soll Android 4.0 für eine Vereinheitlichung der ganzen Sache sorgen, aber ich sehe hier auch weiterhin ein Problem, mit dem die Hersteller und vor allem die Nutzer zu kämpfen haben (vorausgesetzt man legt Wert auf Updates).

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(Bildquelle: übergizmo)

Während Hersteller wie Samsung eine wirklich unüberschaubare Armada an Android-Geräten auf den Markt ballern (dazu kommen weitere Geräte des gleichen Herstellers, die andere Betriebssysteme nutzen) wird der Nutzer immer verwirrter. Der normale Käufer kann kaum mehr unterscheiden, was denn nun der Unterschied zwischen dem Samsung Galaxy S Plus und dem Samsung Galaxy Ace erkennen. Warum ist das Galaxy Tab 10.1 verboten und das 10.1N nicht, was ist am Galaxy Note 10.1 besser oder schlechter als am Galaxy Tab 2 10.1 und warum sieht Android 4.0 auf dem Galaxy Nexus (mittlerweile ja 4.1) so anders aus, als Android 4.0 auf dem Galaxy Note?

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(Bildquelle: techfokus)

Während also Apple (und ich muss an dieser Stelle einfach noch einmal vergleichen) in einem Jahr genau ein Smartphone auf den Markt bringt, das mit einer einzigen Software-Version ausgestattet ist, überhäufen die Hersteller von Android-Geräten (neben Samsung gibt es ja dann auch noch ein paar andere) den Markt so dermaßen, dass dem normalen Nutzer eigentlich nur noch eine Entscheidung relativ leicht gemacht wird: Das beste, am meisten gelobte und am häufigsten rezensierte Gerät zu kaufen, da diese Information offenbar für Qualität spricht. Namentlich sind das dann Geräte wie das Galaxy S2 und das Galaxy S3, aber auch HTC schafft es mit der Spitze der One Serie (dem One X)  um die Gunst der Käuferschaft zu buhlen.

Auf Seite 2 könnt Ihr den Rest meiner Gedanken zu dem Thema lesen

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Weitere Themen: Android, Samsung

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