TV Serien 2011 Top 10 – Die besten Serien des Jahres 2011 im Überblick

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Das Kino kann einpacken! Die besten Geschichten schreibt heute das Fernsehen. Diese zehn Serien haben uns in diesem Jahr mehr gefesselt, gefordert und gerockt als die große Leinwand. Wir präsentieren die besten Serien des Jahres 2011 im gnadenlosen Top-Listen Überblick. Eure Lieblingsserie fehlt? Dann posten und erklären, warum sie hier stehen sollte.

TV Serien 2011 Top 10 – Die besten Serien des Jahres 2011 im Überblick





Platz 10: Bored to Death

Unsere Bestenliste wird von einem Verlierer eröffnet. Der New Yorker Schriftsteller Jonathan Ames (immer besser: Jason Schwartzman) schlüpfte auch 2011 wieder in der Rolle eines überkandidelten Privatdetektivs, um seine existentielle Schreib- und Lebensblockade zu lösen. Begleitet wurde er dabei erneut von der haarsträubenden Lebensunfähigkeit seines comiczeichnenden Freundes Ray (Hangover Weirdo Zach Galifianakis) und der schönsten Wiederentdeckung der jüngeren TV-Geschichte Ted Danson.

Auch in Staffel drei war es uns wieder eine wahre Freude, dem dauerbekifften Trio beim Scheitern zuzuschauen. “Bored to Death” ist schön daneben, herrlich hintersinnig und hatte 2011 die besten Lacher auf seiner Seite. Gereicht hat es trotzdem nicht. Am 20. Dezember stellte HBO der liberalen Slacker-Show den Totenschein aus. Ein Verlierer eben.



Platz 09: The Walking Dead

Bei den Amis liefen die wandelnden Toten bereits im Vorjahr zur Quoten-Höchstform auf. Doch auch hierzulande findet die Comic-Verfilmung immer mehr Anhänger. In der Rückschau verwundert es auch ein bisschen, dass vor Kabelsender AMC niemand den Mumm hatte, das überaus beliebte Untoten-Genre in Serie zu produzieren. Ob der stattliche Erfolg dieser Zombie-Apokalypse auf die unterkühlt-realistische Inszenierung, die zivilisationskritischen Töne von Kirkmans Comic-Vorlage oder die saftige Gewaltdarstellung zurückzuführen ist, sei an dieser Stelle einfach mal offengelassen.

Fest steht aber: Mit Staffel zwei beginnt “The Walking Dead” zu schwächeln. Die Geschichten des gezeichneten Originals werden unnötig breitgetreten, das Tempo stimmt nicht mehr und Frank Darabont wird schmerzlich im Regiesessel vermisst. In diesem Jahr nur noch auf der Top-Liste weil wir wissen, was die Vorlage noch alles zu bieten hat und Zombies halt cool sind.

Zur The Walking Dead TV-Kritik



Platz 08: Luther

Unter Serienliebhabern hat sich ja schon länger herumgesprochen, dass die BBC gegenwärtig über einige der besten Autoren überhaupt verfügt. Dank einer neuen, mutigeren Generation von TV-Intendanten (wie zum Beispiel Danny Cohen) ist es dem Inselprogramm gelungen, sich erfolgreich zu modernisieren und auch für ein jüngeres Publikum interessant zu bleiben. Eine Entwicklung, die ARD und ZDF hierzulande noch immer schmerzlich vermissen lassen.

Als Paradebeispiel für die erstklassigen Produktionen aus England ist die Krimiserie “Luther” in dieser Liste vertreten. Detective Chief Inspector John Luther überschreitet mit seinen Ermittlungsmethoden regelmäßig die Grenzen zwischen Gesetz und Verbrechen, um seinen Widersachern Paroli bieten zu können. Den Unterschied zwischen richtig und falsch verliert er dabei jedoch nie aus den Augen. Die von Idris Elba atemberaubend gespielte Figur bleibt auch in Staffel zwei interessant, weil sie von Beginn an auf ihren Untergang angelegt ist. In “Luther” geht es vor allem um die Seelen-Rettung eines todgeweihten Cops, dem das Leben alles genommen hat und der bereit ist, alles zu geben, um würdevoll abzutreten. Packend, rasant und oft besser als Hollywood.



Platz 07: Boardwalk Empire

Der Pay-TV Sender HBO präsentierte uns mit “Boardwalk Empire” 2011 das Gipfeltreffen des amerikanische Gangsterfilms. Die inoffizielle Fortsetzung der “Sopranos” wurde erwartungsgemäß mit Preisen zugeschüttet und von den meisten Kritikern gefeiert. Alles andere wäre auch ein Desaster gewesen, schließlich ließ man sich die Prohibitionsmär ein paar Dollar mehr kosten.

Mit Martin Scorsese, Steve Buscemi und Sopranos-Erfinder Terence Winter himself watet das derzeit kompetenteste Trio der Mafiaerzählung durch den frühen Sumpf des organisierten Verbrechens. Wie unsere “Boardwalk Empire” TV-Kritik der ersten Staffel bereits andeutete, ist das opulente Machwerk ein wahres Ausstattungswunder, das mit tollen Performances und einer stilsicheren Inszenierung fasziniert. Daran hat sich auch 2011 nichts geändert. “Boardwalk Empire” bleibt in der Familie unserer Lieblingsserien.

Zur Boardwalk Empire TV Kritik.



Platz: 06: Dr. Who

Man hasst ihn oder man liebt ihn. Einfach nur mögen, kann man die britische Science-Fiction-Serie um den weltenrettenden Doktor und seine abenteuerlichen Zeitreisen irgendwie nicht. Was auf den ersten Blick nach angestaubten Trash aus der Muppet-Mottenkiste aussieht, ist für uns die letzte Bastion des ursprünglichen Science-Fiction-Gedankens. Hier zählt nicht, was das Produktionsbudget zulässt oder was andere gerade machen – im Mittelpunkt stehen die fantastischen Geschichten der wechselenden Autoren.

“Dr. Who” bekämpfte auch 2011 am Rande unserer Vorstellungskraft wieder das Böse. Weil außer dem Doktor kein anderer in der Lage ist, eine ganze Arme von intergalaktischen Schurken zu bekämpfen, dabei ein humanistisches Plädoyer zum Besten zu geben und nebenbei auch noch drei brüllend komische Punchlines in einen Halbsatz zu hauen – ist er unser Mann des Jahres. Die am längsten laufende Science-Fiction-Fernsehserie aller Zeiten (1963) gehörte 2011 wieder einmal auch zu den besten.

Weitere Themen: Lilyhammer, KiKA Live Stream


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