Die futuristischen Stationen der Münchner U-Bahn

Westfriedhof

Bei dieser Station wollte ich die gegebene Symmetrie und die Farbigkeit betonen. Um Erstgenanntes zu erreichen, habe ich in Photoshop die linke Seite teilweise auf die rechte gespiegelt. Doch schon beim Fotografieren sollte man darauf achten, dass das Bild perfekt ausgerichtet ist. Dadurch kann man beim Bearbeiten sehr viel Zeit sparen und optimaler Weise sogar eine Spiegelung überflüssig machen.

Wenn man die Kamera ausrichtet, sollte nicht nur der „Horizont“ in der Waagerechten liegen. Man muss auch darauf achten, dass man die Kamera wirklich ganz genau in der Mitte des Bahnsteigs positioniert. Um dies zu erreichen, kann man sich zum einen an den Gegenständen orientieren, welche sich mittig auf dem Bahngleis befinden, und zum anderen kann man die Fliesen auf dem Boden nutzen. Wenn man ein Dreibeinstativ dabei hat, könnte man z.B. zwei Beine auf die Kanten der mittleren Fliese stellen. Das dritte Bein würde dann exakt in der Mitte, nach vorne versetzt stehen. Des Weiteren ist es wichtig, dass die Kamera richtig ausgerichtet ist. Denn wenn das Objektiv nicht genau in die Mitte, sondern leicht nach rechts oder links, zeigt, muss man später beim Zuschneiden des Bildes viel wegschneiden.

Wenn dann alles Richtig ausgerichtet ist, gilt es den perfekten Moment abzuwarten. Wer etwas ungeduldig ist, kann die störenden Fahrgäste darum bitten, sich auf eine Seite zu stellen. Dann kann man sie später in der Bearbeitung durch eine Spiegelung entfernen. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen starken ND-Filter zu verwenden. Durch die stark verlängerte Belichtungszeit verschwinden alle sich bewegenden Objekte. Gerade bei Orten mit wenig Licht, funktioniert das besonders gut. Wenn man mit solch langen Belichtungszeiten U-Bahn-Stationen Fotografieren will, sollte man jedoch bedenken, dass eine heranfahrende U-Bahn starke Vibrationen verursachen kann. Dadurch entstehen oftmals verwackelte bzw. unscharfe Bilder, trotz Stativ.

Da ich wenig Zeit und auch kein Stativ dabei hatte, konzentrierte ich mich hauptsächlich auf die Perspektive und Ausrichtung. In Photoshop entfernte ich dann die störenden Passanten und entfernte per Spiegelung der linken Seite die U-Bahn. Über Einstellungsebenen wie der selektiven Farbkorrektur und der Farbbalance, passte ich die Tonwerte meinen Vorstellungen entsprechend an. Zum Schluss folgte noch ein bisschen „Dodge and Burn“ und Rauschreduzierung.

Auf Seite 5 geht es zur U-Bahnstation Georg-Brauchle-Ring

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