Roccat Kulo 7.1 - Roccats kleinstes Headset im ausführlichen Test

Tobias Heidemann
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Kleines Headset im Sci-Fi-Look, das ist das Roccat Kulo. Das typisch futuristische Roccat-Design wurde von Gamern für Gamer entwickelt. Das Ergebnis ist ein kompaktes Mittelklasse-Headset in stylisher Optik und solider Verarbeitung. Roccat hat das Kulo in zwei Versionen herausgebracht: Als einfaches Stereo-Headset, oder mit einer 7.1-Soundkarte als Erweiterung für die Stereoversion. Für den Test lag uns die 7.1-Version vor.

Roccat Kulo 7.1  - Roccats kleinstes Headset im ausführlichen Test

Auspacken und Anschließen

Das Roccat Kulo kommt in einem mattschwarzen Karton mit Sichtscheibe und bedruckt mit Hochglanzbildchen. Mehrere Textfelder sind mit dem firmentypischen Roccat-Blau unterlegt. Andere Schriftzüge prangen in weiß und schimmern im reflektierenden Silber. Alles ist auf jung, stylish und futuristisch getrimmt. Ebenso wie das Headset selbst.


Ausgepackt ist das Kulo ein wirklich kleiner Vertreter seiner Art mit konsequent eckig geformten Kunststoffelementen, die sich in allen Roccatprodukten wiederfinden. Das entspricht dem Kulo Stereo-Headset. Allerdings liegt eine 7.1-Soundkarten-Modul bei, in das die Stereo-Stecker des Kulo eingesteckt werden. Danach braucht das Modul nur noch einen freien USB-Port und schon ist das Roccat Kulo betriebsbereit.

Aufsetzen und Tragen

Der Kopfbügel des 178 Gramm schweren Roccat Kulo beherbergt einen Kern aus Metall und macht dadurch einen sehr soliden, langlebigen Eindruck. Die Kopfpolsterung besteht aus einem weichen Kissen mit Kunstlederoberfläche. Dadurch sitzt der Kopfbügel angenehm und ohne Druckstellen. Die Größeneinstellung des Kulo ist allerdings eher eingeschränkt. Wer über einen großen Schädel verfügt, wird am Roccat Kulo keine Freude haben.

Die Ohrmuscheln des Roccat Kulo umschließen das Ohr nicht, wie bei den meisten Kopfhörer-Mikro-Kombis, sondern liegen auf dem Ohr auf. Entsprechend klein fallen sie dadurch aus. Besonders Brillenträger wird das freuen, denn die Ohrmuscheln können keinen Druck auf die Brillenbügel ausüben.


Die Ohrmuscheln sind sehr weich gepolstert, und bis auf den direkten Schallausgabebereich mit schwarzem Kunstleder überzogen. Wo das Material die Haut direkt berührt ist nach einiger Zeit eine deutliche Wärmeentwicklung zu spüren. Richtig schwitzige Ohren gab es bei unserem Test aber nicht.

Andererseits konnte selbst das ultra-weiche Polster des Roccat Kulo nicht verhindern, dass sich nach einer Stunde ein spürbares Druckgefühl an den Ohren bemerkbar macht. Wer hier empfindlich ist, kann diesen Druck auch als schmerzhaft wahrnehmen. Besonders fatal ist das für Gamer mit gepiercten Ohren. Hier hilft nur: Raus mit dem Schmuck und dann das Kulo auf.

Am Kabel des Kulo befindet sich eine schlanke Bedieneinheit. Die Lautstärke lässt sich mit einem Schiebregler einstellen. Der Regler ist schwergängig. Das verhindert, dass beim Anstoßen der Bedieneinheit die Lautstärke unfreiwillig hoch geregelt wird und der Träger eine Brüll-Attacke aufs Trommelfell erleben muss.

Das Mikrofon des Roccat Kulo ist aus flexibeln Material, lässt sich aber nicht individuell verstellen. Lediglich die Höhe kann der Gamer bestimmen. Damit während des Spiels keine ungewollte Tonübertragung stattfindet, schaltet das Mikrofon automatisch stumm, sobald es hochgeklappt wird.

Sound

Roccats Kulo funktioniert mit 40 Millimeter Lautsprechereinheiten, ausgestattet mit Neodymium Magneten und Mylar Membranen. Das Ergebnis ist ein satter, klarer Spielsound. Die akustische Ortung der Gegner funktioniert, dank virtuellem 7.1, sehr gut. Das Roccat Kulo glänzt in der Disziplin für die es geschaffen wurde: Gaming.


Im Gegensatz dazu kommt das Roccat Kulo über ein “okay” nicht hinaus, wenn es um Musikgenuss geht. Der sehr basshaltige Sound ist für Pop, Electro und Rock geeignet, ist aber für leisere filigranere Töne wie Klassik oder Jazz zu aggressiv. Die Musik hört sich nicht schlecht an für die Preisklasse des Kulo, könnte aber besser klingen.

Beim Telefonieren per Headset zeigt sich das Kulo wieder auf solidem Terrain. Die Soundübertragung des Mikrofons ist klar, Poplaute sind minimiert. Klappt man das Mikrofon hoch, um einen Schluck Kaffee zu nehmen, ist es automatisch gemutet und die Gesprächspartner bekommen vom Geschlürfe nichts mit. Der Gamer hat über die Position des Mikrofons immer den Überblick, ob das Mikrofon an oder aus ist. So ist sichergestellt, dass Worte, die den Raum nicht verlassen sollen, nicht versehentlich doch übertragen werden.

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