Discrimination Pong - Erfahre Diskriminierung am eigenen Leib!

Stefan Seibert

Pong zählt zu den ältesten und bekanntesten Videospielen überhaupt. Zwei Spieler, zwei Schläger, in der Mitte ein Ball. Ziel des Spiels ist es, seine eigene Seite mithilfe des Schlägers zu verteidigen und gleichzeitig den Ball so zu spielen, dass der Gegner genau dies nicht schafft. In Discrimination Pong wird das Spiel schnell zum Frusterlebnis. Spielt man mit dem grauen Schläger, ist ein Sieg praktisch unmöglich: Nicht nur, dass der eigene Schläger kleiner und langsamer ist als der andere – nein, er wird auch unsichtbar und kann teilweise nicht mal mehr bewegt werden. Der Gegner wiederum freut sich, dass er den Ball nie treffen muss. Entweder trifft er vorher auf eine Art unsichtbare Wand und wird automatisch zurück gespielt oder der Verlust des Balls wird einfach nicht gewertet.

Mit dem Projekt möchten die Macher insbesondere moderne MMOs kritisieren – dafür nämlich, dass man sich mittels Einsatz echten Geldes zusätzliche Vorteile erkaufen kann. In einer idealen Spielwelt bestünde diese Möglichkeit nicht. Alle Spieler hätten die gleichen Chancen und könnten sich aus eigener Kraft an die Spitze spielen. Gleichwohl ist es wohl unrealistisch, dass hier ein Umdenken stattfinden wird, zu lukrativ sind kostenpflichtige Inhalte inzwischen geworden.

Den Download sowie weitere Informationen zur diskriminierenden Pong-Version könnt ihr auf der Homepage zum Projekt erhalten.

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