E3-Veranstalter findet nicht, dass Lootboxen ein Glücksspiel sind

Sandro Kreitlow
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Es ist eines der größten Themen im Videospiel-Jahr 2017: Lootboxen. Nachdem Belgische Behörden sie als Glücksspiel definierten und in Europa verbieten wollen, widerspricht der US-Spieleverband und E3-Veranstalter Entertainment Software Association (ESA) nun. 

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Star Wars Battlefront 2 - Launch Trailer

Lootboxen sind zwar schon lange ein Thema, aber erst Star Wars Battlefront 2 brachte das Fass zum Überlaufen. Nun meldet sich der US-amerikanische Interessenverband der Videospieleindustrie und E3-Veranstalter. In einem offiziellen Statement der Entertainment Software Association gegenüber Glixel heißt es:

„Loot-Boxen sind eine freiwillige Funktion in einigen Videospielen, die Spielern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, an virtuelle Gegenstände zu gelangen. Diese können verwendet werden, um die Spielerfahrung zu verbessern, sind aber kein Glücksspiel. Je nach Spieldesign können sich solche Beutekisten verdient werden, andere lassen sich käuflich erwerben. Manchmal helfen sie Spielern Fortschritte in einem Videospiel zu erzielen, manchmal sind sie optional und für Erfolge im Spiel nicht erforderlich. In beiden Fällen trifft aber immer allein der Spieler die Entscheidung.“

Die Kontroverse wurde kürzlich von der belgischen Glücksspielkommission untersucht und als Glücksspiel definiert. Weiterhin wird mit dem Gedanken gespielt, Lootboxen in Europa zu verbieten.

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Dass die ESA sich nicht kritisch gegenüber Lootboxen äußert, wundert allerdings kaum, schließlich vertritt der Verband die Spielehersteller und damit auch Electronic Arts, den Publisher von Titeln wie Battlefront 2 und Need For Speed: Payback, die auf solche Lootbox-Systeme setzen. Nahezu alle namhaften Publisher sind Mitglied der ESA und an der Spitze der Organisation steht u. a. mit dem Take-Two-Chef Strauss Zelnick eine einflussreiche Branchengröße.

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