Lootboxen: Kontroverse erreicht die deutsche Politik

André Linken

Die aktuelle Kontroverse rund um die Thematik „sind Lootboxen als Glücksspiel anzusehen?“ hat mittlerweile auch die deutsche Politik erreicht.

Erst vor kurzem sorgte das Thema in an deren Ländern Europas für großes Aufsehen. So hatte beispielsweise Belgien die Lootboxen erst kürzlich als Glücksspiel definiert und Pläne rund um deren Verbot in Aussicht gestellt. Diese hohen Wellen sind jetzt auch nach Deutschland geschwappt.

Star Wars Battlefront 2 hat die Lootbox-Kontroverse richtig in Gang gebracht.

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Wie aus einem aktuellen Bericht des Magazins Gameswirtschaft hervorgeht, hat es während der 117. Sitzung des Bayerischen Landtags gleich mehrere Dringlichkeitsanträge gegeben, bei denen es sich um Lootboxen, Jugendschutz und Glücksspiel drehte. So strebt beispielsweise die Partei der Freien Wähler eine Änderung des Jugendschutzgesetzes samt entsprechender Ergänzungen der Vorgaben für die USK und BPjM an. Im offiziellen Protokoll der Sitzung heißt es:

Unser Lösungsvorschlag, den wir in dem Antrag präsentieren, zielt darauf ab, der Entwicklung in Richtung der sogenannten Loot Boxen oder Beuteboxen etwas entgegenzusetzen. Gerade bei Jugendlichen ist die Gefahr, dass eine entsprechende Wirkung – auch auf die Psyche – eintritt, sehr groß. Diese Sucht kostet viel Geld. Deshalb muss die Grenze zwischen bloßem Spiel und Glücksspiel sehr exakt gezogen werden. Wir sind der Auffassung, in den beschriebenen Fällen geht es um Glücksspiel. Deshalb sollten solche Spiele erst ab 18 Jahren erlaubt sein.

Schon öfter sind Videospiele in den Konflikt mit dem Gesetz geraten, wie diese Beispiele zeigen.

Diese 9 Spiele wurden vor Gericht verklagt

Den Anträgen der CSU sowie der SPD wurde stattgegeben, so die Staatsregierung aus Bayern dazu gezwungen ist, sich ab sofort ganz konkret mit dieser Thematik zu befassen. So muss unter anderem die Komission für den Jugendmedienschutz eingeschaltet werden. Unter anderem fordern die Parteien hinsichtlich der Lootbox-Problematik eine verbesserte Transparenz, eine Aufklärung der Jugendlichen sowie eine Überprüfung der gesetzlichen Handlungsspielräume. Wir sind gespannt, ob und wann entsprechende Maßnahmen tatsächlich in Kraft treten werden.

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