Lootboxen: US-Politiker legt Gesetzentwurf vor

André Linken
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In die große Kontroverse rund um Lootboxen und deren möglicher Einstufung als Glücksspiel kommt jetzt wieder etwas Bewegung – zumindest in den USA.

Mit diesem Gesetzentwurf will der US-Politiker Chris Lee gegen Lootboxen vorgehen.

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Gesetzentwurf von Chris Lee gegen Lootboxen

Nachdem die hitzige Diskussion rund um Lootboxen und ähnliche Mechaniken bereits vor kurzem auch die deutsche Politik erreicht hat, meldete sich jetzt der hawaiianische Abgeordnete Chris Lee nochmals zu Wort. Er ist bekanntlich ein Gegner von Lootboxen und hat mittlerweile sogar einen konkreten Gesetzentwurf ausgearbeitet, um die Problematik in den Griff zu kriegen.

Sein Vorschlag sieht unter anderem vor, dass Spiele, in denen Lootboxen und ähnliche Mechaniken zum Einsatz kommen, künftig nur noch an Menschen ab 21 Jahre verkauft werden sollen. Das soll sämtliche Spiele umfassen, bei denen Ingame-Gegenstände oder andere Inhalte nicht direkt mit Geld erworben werden können, sondern nur eine gewisse Chance auf deren Erhalt besteht. Das gilt sowohl für Spiele aus dem klassischen Handel als auch für Online-Spiele.

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Des Weiteren sieht der Gesetzentwurf eine genaue Angabe von Gewinnchancen bei Lootboxen vor, ähnlich wie es hierzulande beispielsweise bei der Werbung für Lotterien der Fall ist. Im Gegenzug will Lee diejenigen Entwickler zur Rechenschaft ziehen, bei denen die zuvor kommunizierten Gewinnchancen nicht eingehalten werden.

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So detailliert der Entwurf von Chris Lee jedoch auch sein mag, ist es noch ein weiter Weg bis zu dem Zeitpunkt, an dem daraus möglicherweise ein verbindliches Gesetz wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern hat er aber immerhin schon mal konkrete Vorschläge eingereicht.

 

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