Lootboxen: YouTuber fordert Klassifizierung als Glücksspiel & höhere Altersfreigabe

Luis Kümmeler

Im Zuge der aktuell vorherrschenden Lootbox-Kontroverse hat der populäre YouTuber Totalbiscuit das US-amerikanische „Entertainment Software Rating Board“ (ESRB) dazu aufgefordert, Videospiele mit Lootbox-Mechaniken als Glücksspiele zu klassifizieren. Die Behörde hat dieser Regeländerung aber bereits eine klare Absage erteilt.

In den vergangenen Tagen wurde die Spieleszene vor allem von einem kontroversen Thema dominiert: Lootboxen. Jene Ingame-Pakete, die Spielern optional und für echtes Geld zusätzliche Zufallsinhalte bringen, halten vermehrt Einzug in Neuerscheinungen des „Triple A“-Segments – aktuelle Beispiele sind Star Wars Battlefront 2, Mittelerde: Schatten des Krieges und Destiny 2. Der populäre YouTuber John „Totalbiscuit“ Bain hat nun das US-amerikanische „Entertainment Software Rating Board“ (ESRB) dazu aufgefordert, Videospiele mit Lootboxen als „Glücksspiele“ zu klassifizieren, wie die Webseite Gamesindustry berichtet.

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„Die Tatsache, dass (Star Wars Battlefront 2) mit einem Teen-Rating erscheint (Eignung ab 13 Jahren, Anm. d. Red.) und mit einem Echtgeld-Glücksspielsystem aufwartet, haut mich um. Wie kommen die mit sowas davon? Nun, die Antwort ist, dass die US-Regieurng und die Gesetzgebung da noch hinterherhinken“, so Bain in einem umfangreichen YouTube-Video. „Die Regierung sollte sagen: ‘Wer Mechaniken wie diese in sein Spiel integriert und Leuten die Möglichkeit gibt, diese Zufallspakete für echtes Geld zu kaufen. um damit eine Art des Glücksspiels zu betreiben, der sollte seine Altersfreigabe auf ein Mature-Rating (Eignung ab 17 Jahren, Anm. d. Red.) anheben.’“

Ist die Kontroverse um Lootboxen gerechtfertigt?

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Eine Anhebung der Altersfreigabe wäre in vielen Fällen geschäftsschädigend und würde Publisher abschrecken – doch dazu wird es vermutlich erst einmal nicht kommen. Gegenüber der Webseite Kotaku hat das ESRB nämlich erklärt, dass es Lootbox-Systeme nicht als eine Art des Glücksspiels klassifiziert. „Es gibt zwar Zufallselemente in diesen Mechaniken, der Spieler hat aber stets eine Garantie, dass er Ingame-Inhalte bekommt (…)“, so ein Sprecher des ESRB. „Wir sehen das als ähnliches Prinzip wie Sammelkartenspiele: Manchmal öffnest du ein Paket und bekommst eine brandneue Hologrammkarte und manchmal stehst du mit Karten da, die du bereits besitzt.“

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