YouTube: Neue Richtlinien verbieten Umsatz mit Ego-Shootern

Alexander Gehlsdorf
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YouTuber, die ihre Zuschauer mit Action-Spielen und Ego-Shootern unterhalten wollen, sind ab sofort finanziell auf sich allein gestellt.

Seit kurzem machen die erneuerten Richtlinien für werbefreundliche Inhalte den YouTubern das Leben schwer. Diese besagen unter anderem, dass in „Videos mit Inhalten, bei denen der Fokus auf Blut, Gewalt oder Verletzungen liegt und die ohne Kontext präsentiert werden“, keine Werbung eingeblendet werden darf.

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Wie Forbes berichtet, bedeutet das in der Praxis, dass Videos, in denen es um Ego-Shooter geht, fast ausnahmslos demonetarisiert werden, YouTube also keine Werbung zulässt und die Urheber somit keinen Gewinn damit erzielen können. Die YouTuber sind daher gezwungen auf Twitch und Patreon auszuweichen, um weiterhin von ihren Videos leben zu können.

Allerdings sind nicht nur Videospiele von den neuen Richtlinien betroffen. Werbung ist ebenfalls nicht gestattet in Videos mit „Umstrittene Themen und sensible Ereignisse: Bei Videoinhalten rund um sensible Themen oder Ereignisse – unter anderem Krieg, politische Konflikte, Terrorismus oder Extremismus, Tod und tragische Vorfälle sowie sexueller Missbrauch.“ Somit kann der deutsche YouTuber LeFloid, dessen Videos sich nahezu ausschließlich mit kontroversem Weltgeschehen auseinandersetzen, auf diese Weise kein Geld mehr verdienen. Vorübergehend wurde sogar eines seiner Videos aus bisher nicht geklärten Gründen gesperrt.

Wir haben YouTube um einen Kommentar gebeten, erhielten bis zum aktuellen Zeitpunkt jedoch keine Rückmeldung.

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