Die Sims: Danke für das LGBTQI-Engagement

Kamila Zych
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Die Sims ist eine der wenigen Spiele-Reihen, die von Beginn an die Repräsentation von gleichgeschlechtlichen Beziehungen unterstützt hat. Bis heute gilt die Serie als ein Vorreiter in Sachen LGBTQI.

Zunächst etwas Wichtiges: Dieser Artikel ist ein Teil einer ganzen Reihe von Artikeln, die sich mit dem Thema LGBTQI (Lesbian, Gay, Bi, Transgender, Queer, Intersex) auseinandersetzt. Für ein tolerantes und offenes Miteinander und gegen Diskriminierung. 

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Mag sein, dass sich bei dieser Aussage der ein oder die andere ein Schmunzeln nicht verkneifen kann, aber ich muss tatsächlich sagen: Ich habe Sims eine Menge zu verdanken.

Seit meiner frühesten Kindheit hat mich das Spiel begleitet und mit jedem neuen Teil lehrte es mich eine ganz bestimmte Sache: Alle sind gleich – egal ob weiß, schwarz, dick, dünn, grün, haarig oder eben auch lesbisch oder schwul.

Die Macher schaffen es, all diese Aspekte, als etwas Selbstverständliches ins Spiel zu integrieren. Dinge die in unserer Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, werden in Die Sims einfach hingenommen. Eine Utopie, von der die reale Welt teilweise noch meilenweit entfernt ist.

So war es beispielsweise von Beginn an möglich, dass sich auch Sims des gleichen Geschlechts ineinander verlieben können. Mit dem zweiten Teil war es sogar möglich, eine feste Beziehung zu starten, sich zu verloben, Kinder zu adoptieren und eine Lebensgemeinschaft einzugehen.

Jene Lebensgemeinschaft wurde in Die Sims 3 schließlich durch die richtige Ehe ersetzt. Und das schon im Jahr 2009 – ganze 8 Jahre später dürfen Homosexuelle endlich auch in Deutschland heiraten.

Laut engadget haben wir diese Option Patrick J. Barrett III zu verdanken, einem der Ingenieure von Die Sims, welcher selbst offen zu seiner Homosexualität steht: „Er hat es einfach getan“, so David Graham, der leitende Programmierer über Barrett, „niemand hat die Sache hinterfragt, was ziemlich cool war.“

Ursprünglich hat EA wohl nicht an den Erfolg des Spiel geglaubt: „Sie dachten: ‘Wer wird dieses Spiel überhaupt spielen?’ Und so konnten sich die ganzen Sachen einfach einschleichen.“

Und das war eine gute Entscheidung, denn so hat sich Sims im Laufe der Jahre zu einem Paradebeispiel entwickelt, welches aufzeigt, wie moderne Spiele mit der Repräsentation von Homosexualtität umgehen können.

Allerdings war nicht jeder von diesem Feature begeistert: In Russland wurde das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben, mit der Begründung, es beinhalte Informationen die „schädlich für die Gesundheit und Entwicklung“ von Kindern seien. Zum Vergleich: In Deutschland können bereits Kinder ab 6 Jahren Die Sims spielen.

Auf der nächsten Seite erfährst du mehr zu den ersten Trans-Sims. 

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