SOPA und PIPA – Unternehmen protestieren gegen Zensurgesetze im Netz

SOPA und PIPA – Unternehmen protestieren gegen Zensurgesetze im Netz

Wie gestern bereits berichtet haben viele Gegner der geplanten Anti-Piraterie-Gesetze heute ihre Webseiten vorübergehend abgeschaltet und informieren mit geschwärzten Layouts über die beiden Gesetzesvorlagen. Neben Webseiten wie Wikipedia, craiglist und Boing Boing haben sich auch weitere Unternehmen dem Protest angeschlossen. So hat auch der Spiele-Entwickler Mojang, bekannt für Minecraft, seine Webseite vorübergehend vom Netz genommen. Darüber hinaus haben auch Konzerne wie Microsoft, Google oder auch Amazon sich gegen die Gesetzesvorlagen ausgesprochen.

Der Protest gegen SOPA und PIPA hat in der letzten Zeit immer mehr Fahrt aufgenommen und die große Beteiligung zeigt, wie ernst die derzeitige Situation ist. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia weist auf der derzeitigen Seite auf die Problematik hin und bietet weiterführende Informationen. Ähnlich sieht es auch bei Boing Boing und dem Internet-Dienst craiglist aus. Bei Mojang hat man sich für eine aggressivere Farbe entschieden und informiert die Besucher mit einem knallroten Layout über die Aktion. Während WordPress.com zeigt, wie ein zensiertes Web in Zukunft aussehen könnte, findet man auf der Homepage von WordPress.org nicht nur weiterführende Informationen, sondern auch eine Möglichkeit auf direktem Wege eine E-Mail an den US-Kongress zu schicken.

Wie bereits die Webseite CNET berichtete beteiligt sich heute auch Google an dem Protest. Auch die beiden Konzerne Microsoft und Amazon haben sich dem Protest angeschlossen. Alle drei Unternehmen verzichten zwar auf spektakuläre Proteste aber haben bereits Stellung bezogen und lehnen die Gesetzesvorlage in ihrer jetzigen Form ab. Auch der Chaos Computer Club hat sich dem Protest angeschlossen und die Webseite in schwarz gehüllt. Auch Mozilla hat nun seinen Webauftritt entsprechend geändert und ruft alle Nutzer auf das Internet zu schützen. Zusätzlich gibt es noch umfangreiche Informationen zu dem Thema.

Das Problem mit SOPA und PIPA ist kein lokales Problem, dass nur Webseiten in den USA betrifft, sondern die Verabschiedung der Gesetze in ihrer jetzigen Form hätte weltweite Auswirkungen. Deshalb bleibt zu hoffen, dass die Proteste Wirkung zeigen und viele unsinnige Passagen aus den Vorlagen entfernt werden.

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