UMTS-Hotspot selbstgemacht – der eigene PC als WLAN-Router und Repeater

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connectify
Mit kostenloser Software aus dem Netz verwandelt man jeden WLAN-fähigen PC oder Notebook in einen Internet-Hotspot, der seine Online-Verbindung mit anderen Geräten drahtlos teilt. Besonders interessant ist das, wenn mehrere Rechner oder Smartphones gemeinsam über einen UMTS-Stick ins Internet gelangen sollen. Sogar Modem- und ISDN-Verbindungen können damit geteilt werden.

Der Virtual Router ist ein Open-Source-Projekt für Windows 7 (Windows Server 2008 R2), das einfach die bestehende WLAN-Hardware im Notebook oder PC zu einem echten Hotspot umfunktioniert. So kann die Internetanbindung des Rechners über WLAN mit anderen Geräten geteilt werden. Damit kann zum Beispiel die ganze Familie oder die Kollegen über die Internetverbindung eines einzigen UMTS-Sticks surfen – mit weiteren Notebooks, Smartphones, dem iPod touch, Android-Handys usw.

virtual router

Virtual Router im Betrieb

Der Virtual Router erzeugt einen virtuellen WLAN-Hotspot auf dem Windows-Rechner, der sogar WPA2-Verschlüsselung bietet. Die Einrichtung ist ganz einfach. Nach der Installation muss man nur einen Netzwerknamen (SSID) vergeben. Unter diesem finden dann andere WLAN-Endgeräte ihre Verbindung zum Netz. Dazu kommt noch ein Passwort. Die Internet-Verbindung des Rechners wird dann nach Klick auf den Start-Button des Virtual Routers per WLAN weiterverteilt. Dabei ist es vollkommen egal, ob der Rechner per UTMS, DSL, Kabelmodem oder LAN online ist. Sogar eine Modem-Verbindung wird akzeptiert.

Auf den Endgeräten sucht man nun per WLAN nach der SSID, die man dem virtuellen Hotspot gegeben hat und tippt zusätzlich noch das entsprechende Passwort ein. Danach steht die Verbindung und wird auch unter Virtual Router in der Rubrik “Peers connected” angezeigt. So weiß man immer, welche Geräte den virtuellen Hotspot nutzen.

Neben dem Virtual Router gibt es auch noch die Windows-Software Connectify, die den gleichen Zweck erfüllt. Auch dieses Programm funktioniert ausschließlich mit Windows 7 und dem Windows Server 2008 R2. Der Grund ist ganz einfach. Beide Programme setzen auf die in diesen Betriebssystemen integrierte Technik Wireless Hosted Network.

connectify

Das Interface von Connectify sieht jedoch etwas verwirrender aus – bietet aber dafür auch einige Informationen mehr als Virtual Router. Dazu gehört eine Verbindungshistorie. Wer die nicht braucht, ist mit dem Virtual Router besser bedient.

Reichweitenverlängerung

Wer zu Hause mit einer schlechten WLAN-Abdeckung zu kämpfen hat, kann die beiden Programme ebenfalls sinnvoll einsetzen. Dazu benötigt man einen PC oder ein Notebook mit WLAN-Modul, das als Brücke bzw. Repeater verwendet wird, um den Empfang für weitere Geräte zu verbessern. Wie oben beschrieben errichtet man von diesem Rechner aus einfach ein weiteres WLAN. Ein paar Meter Reichweitenverlängerung, die man dann zum Beispiel im Garten genießen kann, sind dabei durchaus im Bereich des Machbaren. Allerdings muss das Notebook, das als WLAN-Brücke arbeitet, dazu ständig laufen.

Loadblog-Fazit:

Einfacher als mit Virtual Router oder dem Konkurrenzprodukt Connectify kann ein WLAN-Hotspot unter Windows nicht mehr errichtet werden. Die englischsprachigen Programme sind auch von Laien schnell zu installieren und setzen lediglich eine funktionierende Internetverbindung und natürlich ein WLAN-Modul voraus. Unter Mac OS X geht’s übrigens noch einfacher: Dort klickt man auf das Airport-Symbol und tippt auf “Netzwerk anlegen”. Der Rest ist selbsterklärend.

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Kostenloser Download Virtual Router (Windows 7)
Notebook als WLAN-Access-Point nutzen

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Internet-Anbindung über WLAN verteilen


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