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Generelles Kopftuchverbot in Hessen
 
Freitag 08.10.04

Generelles Kopftuchverbot in Hessen

(Daniel D.) Ein Jahr nach dem Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das den Ländern die Möglichkeit eröffnete, islamistische Symbole in Schulen zu verbieten, geht Hessen einen Schritt weiter: Von nun an ist nicht nur Lehrerinnen, sondern generell allen Beamtinnen verboten, während ihrer Arbeitszeit ein Kopftuch zu tragen.
Roland Koch, Ministerpräsident und Vorsitzender der CDU in Hessen, hat zusammen mit seinen Parteifreunden gestern im Landtag eine entsprechende Ausweitung des Kopftuch-Verbots durchgesetzt. Das erstreckt sich allerdings nicht nur auf die traditionelle Kopfbedeckung der muslimischen Frauen. Religiöse und politische Symbole sind im Staatsdienst ab sofort tabu. Da gilt allerdings dann nicht, wenn die christlicher Herkunft sind.

Begründet wird dies damit, dass das islamische Kopftuch "nicht im Einklang mit den Grundrechten und unserem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" steht, so CDU-Fraktionsvorsitzender Franz Josef Jung. Wer als Beamtin auf dem Tragen des Kopftuchs beharrt, würde sich nicht zur deutschen Verfassung bekennen.

Die Opposition von SPD, Grünen und FDP stimmt geschlossen gegen die Gesetzesänderung und kritisierte sie hart. Der SPD-Fraktionschef Jürgen Walter hält die Novelle für verfassungswidrig, da die Ausdehnung des Kopftuchverbots auf sämtliche Beamtinnen und die besondere Privilegierung christlicher Symbole mit dem Grundrecht der Religionsfreiheit nicht vereinbar wären.


 
 
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KOMMENTARE
 
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Gast - - 08.10.04, 16:24
Wer in unserem Land leben will, muss sich an unsere Kultur anpassen, besonders dann, wenn er im Staatsdienst tätig sein will oder tätig ist.
Sollte sich nun jemand über diese, meine Engstirnigkeit aufregen, möge er bitte berücksichtigen, dass wir (besonders Frauen), wenn wir in die Länder mit (größtenteils) islamischer Prägung reisen, uns auch an ihre Regeln und Gesetze halten müssen. Deshalb können wir es auch von ihnen verlangen, wenn sie zu uns kommen.
 
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Antworten
Letzte:
12.10.04
Gast - - 09.10.04, 18:39
... undzwar dass die Christlichen Symbole erlaubt werden, diese haben nähmlich den gleichen bzw. sogar einen noch schlimmeren Background !
 
Gast - - 08.10.04, 17:59
...dann hoffe ich nur das keine hessische Beamtin Zahnschmerzen bekommt!!!!!!!


Muhahaha!!!!
 
Gast - - 08.10.04, 15:44
Also meiner meinung nach ist keine religion mit einem rechtstaat vereinbar aber das ist typisch deutsch, da bei uns auch keine trennung von staat und kirche vollzogen wird auch wenns behauptet wird aber eigentlich muesste man dann religioese parteien verbieten und zwar jedweder couleur und auspraegung. Und die kirchensteuer abschaffen! ansonsten finde ich das hessen da den richtigen weg geht jedoch auch den christlichen muell verbieten muesste aber was will man von jemand wie Roland Koch erwarten?

Fazit: mnm hat Religion im staatlichen und politischen Leben absolut gar nichts zu suchen. Also weder in Judikative, Legislative noch Exekutive
 
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