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Frust und Feuer in der Vorstadt - Was ist los in Frankreich?
 
Dienstag 08.11.05

Frust und Feuer in der Vorstadt - Was ist los in Frankreich?

(Matthias) In Frankreich herrscht Ausnahmezustand, eben jener wurde am Dienstagmorgen verhängt – das ist die Folge der zwölften Krawallnacht in Folge. Auf Grundlage des Notstandgesetzes von 1955 dürfen nun Ausgangssperren in den Vorstädten verhängt werden. Laut Polizei wurden in der vergangenen Nacht landesweit wieder 1.173 Fahrzeuge in Brand gesetzt. Auch wenn die Zahl der brennenden Autos leicht zurückgegangen ist – von einer Entspannung der Lage kann keine Rede sein.
Seit nunmehr zwölf Nächten liefern sich jugendliche Randalierer Straßenschlachten mit der Polizei. Die Randalen begannen zuerst in den Vororten von Paris. Im so genannten Speckgürtel der Seine-Metropole leben circa fünf Millionen Menschen in sozial schwachen Gebieten. Das sind die Viertel der Schwarzafrikaner, der Araber und anderer Einwanderer, die seit Jahren oder auch Jahrzehnten in Frankreich leben. Immer wieder beklagen sie, dass sie unter üblem Rassismus leiden. Viele haben das Gefühl, in Frankreich kein Bein auf den Boden zu bekommen, sie sind arbeitslos und ohne jede Perspektive. Viertel wie Blanc-Mesnil oder Saint Denis haben sich zu regelrechten Ghettos entwickelt - in diesen Ghettos herrscht jetzt das Chaos. Die Krawalle sind ein Ausdruck des Protests und der Hoffnungslosigkeit. Die Menschen in diesen Vierteln beklagen ihre Lebensumstände. Die Schulen und Kindergärten sind schlecht ausgestattet, Freizeitzentren gibt es kaum. Wie hoffnungslos die jungen Menschen sind, zeigt die Tatsache, dass sie nun die letzten Werte, die sie haben, zerstören. Brennende Schulen, Kindergärten, Sporthallen und abgefackelte Autos sind eigene Wertgegenstände, die der blinden Zerstörungswut nun zum Opfer fallen.
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KOMMENTARE
 
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CTUAgentBauer
CTUAgentBauer- 08.11.05, 17:00
Ist Gewalt der einzige Weg um das Elend zu bekämpfen?
Ja, leider ja.
Ich persöhnlich finde dass diese Straßenschlachten gerechtfertigt sind. Frankreich ist nur eines der Länder (Detschland gehört dazu) in denen das Elend immer größer wird.
Die Reichen werden immer reicher, die armen immer ärmer.
Die ausgebeuteten Massen setzen sich halt zur Wehr.
Jetzt müssen nur noch die anderen unterdrückten Schichten (Arbeiter, Arbeitslose etc.) die Zeichen der Zeit erkennen und mitkämpfen um dieses System zu stürzen.
Wie damals bei der Französischen Revolution fängt auch jetzt alles in Frankreich an.
In anderen Ländern, auch hier, werden die Proteste doch auch immer stärker. Es ist nur eine Frage der zeit bis das auch nach Deutschland überschwappt. Ist der Zeitpunkt einer Revolution nahe?
Hoffen wirs!
 
26
Antworten
Letzte:
10.11.05
TheThrill
TheThrill- 09.11.05, 18:49
Fast wie in Deutschland! Die Ausländer kommen mit der Einstellung nach Frankreich "Dort leben wir in saus und in braus und wir werden sozial versorgt"

Dann merken sie jedoch "Ey das is doch scheisse"

Wo keine Arbeit ist kann man keine geben nicht war?

Regen sich halt auf das ihre Hoffnungen vom "reichen" Europa ned erfüllt werden und sie keine Arbeit bekommen obwohl gar keine da is um welche zu geben!

 
Incredible Alk
Incredible Alk- 09.11.05, 15:10
Was da los ist?!

Die Bürger wehren sich gegen die Politik, nicht wie die devoten Deutschen!
Die Mittel sind zwar nicht zu rechtfertigen aber immer noch besser als hier: rumsitzen, meckern aber immer alles schön mitmachen.
 
QwerKopp
QwerKopp- 09.11.05, 10:47
Multikulti wurde einst geschaffen um die unteren Massen zu spalten und zu beherrschen: Divide et Impera. Und sie auszubeuten.
Die Moslems wurden nu zu viele und zu einheitlich, das Spaltungsprinzip hinfällig.
Außerdem Antisemitisch und zu kostspielig: 50% arbeitslos.
Sarkozy ist Halb-Jude (jüdische Mutter aus Griechenland) und Oberschichtsvertreter.
Ich wette die Unruhen wurden von Oben angestiftet um einen Vorwand zur schleichenden Entrechtung und Ausweisung der Moslems zu erzeugen.

Kapital-Faschismus ick hör Dir trappsen!
 
TOBY PAN
TOBY PAN- 08.11.05, 16:43
also ich bin kein nazi aber in gewisser hinsicht können sie ja auch froh sein das sie in frankreich bleiben dürfen aber es kann auch nicht sein das diese leute dort keine chance haben das sind ja schonw fast schon amerikanische verhälltnisse
 
tvuporsche
tvuporsche- 08.11.05, 16:33
Wie wäre es eigentlich, wenn man den Jugendlichen etwas mehr droht?
Eine Ausgangsspeere ist ganz gut und gegen die Verstöße härter vor zu gehen auch!! Wie schon gestern von mir ein Beitrag:
http://www.giga.de/news/comments/index.php?crubrik=topic&id=127629&newstypid=5024&commentsid=1941521&s=69aaab530b9f05a121c52f736f0928e0&cs=
Hier jedoch ein neuer Vorschlag:
Warum droht man den Jugendlichen nicht mit Abschiebung??
Klingt zwar etwas hart, und rechts, aber damit könnte man sie doch dazu bringen aufzuhören. (Geht wahrscheinlich nich wegen den Gesetzen in Frankreich hier ja auch nicht (zum Glück auch))

Oder man beschließt verschiedene Gesetze in nächster Zeit zu bilden. Wenn sie dann immernoch nicht aufhören wollen, dann sind das keine Proteste, sonder nur noch blanke Langeweile die sie damit ausdrücken indem sie Autos usw. zerstören.
Dann hätte ich kein Mitleid mehr mit ihnen, wenn die Armee einmaschieren würde!
 
handoki
handoki- 08.11.05, 15:42
In Frankreich ist ja der Vorschlag einer Ausgangssperre aufgekommen, welche ab glaube 21 Uhr oder so gelten soll.
Aber welche Jugendliche halten sich denn wirklich an sowas?

Wie bei sog. "verbotenen Demonstrationen / Kundgebungen" hierzulande hält sich doch fast niemand an derartige Vorschläge (naja, das man nicht zu verbotenen Demos gehen darf ist auch schon etwas anderes, ich gebs ja zu....), würde sowas dann nicht die Gewalt zusätzlich schüren?
Immerhin wird man ja quasi ab ner bestimmten Uhrzeit "zu Hause eingesperrt", oder etwa nich?
 
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