(Stefan M.) Das ist neu in Schweden die Polizisten haben hier seit gestrigem Donnerstag die Möglichkeit, ihre Dienstkleidung um lang umstrittene Kleidungsstücke zu ergänzen: Kopftuch, Turban, Kippa. Wiederholt hatten Menschenrechtsgruppen gegen das entsprechende Verbot protestiert, bezeichneten die vorgeschriebene und einschränkende Wahl der polizeilichen Kopfbedeckung als diskriminierend. Damit ist nun Schluss, Stockholm schickt seine Ordnungshüter ab sofort mit Turban auf Streife.
Bis gestern war es verboten, das Tragen anderer als der üblichen, vorgeschriebenen Kopfbedeckung. Dass das Verbot nun gefallen ist, liegt zum Einen an den wiederholten Protesten durch Menschenrechtsgruppen gegen jenes diskriminierende Verhalten, welches ein Kopftuch- und Turbanverbot darstellt. Zum Anderen, und auf diese Entwicklung baue die Polizeibehörde der schwedischen Hauptstadt, wolle man Angehörigen ethnischer Minderheiten damit verstärkt den Weg in den Polizeidienst ebnen.
Passend zur Polizeiuniform in Form und FarbeTurbantragende Ordnungshüter auf Streife sollen schon bald das Stadtbild prägen. Wer in Stockholm einen solchen Turban tragen möchte, muss sich allerdings selbst hierum kümmern, die Kopfbedeckung werde nicht mit der Dienstkleidung zur Verfügung gestellt, heißt es weiter von der Polizeibehörde. Auch müssten Kopftuch, Turban und Kippa eine jüdische Kopfbedeckung "eine angemessene Farbe haben", berichtet die "Netzeitung". Anders als etwa hierzulande kleiden sich die schwedischen Uniformierten in Blau.
Und die Regelung das der Beamtete entscheiden darf ob Helm oder religiöse Kopfbedeckung ist einfach nur blödsinnig. Dabei wird die Religion zu sehr in den Vordergrund gerückt und stellt auch den Gedanken der Integration infrage.
Schließlich muss der Staat sich ja um seine Beamten und deren Schutz bemühen, das da die Religion darüber steht hat nichts mit Integration zu tun.
Und der Glaube an den gesunden Menschenverstand, ist keine sehr zuverlässiger Schutz.
14.03.06