Freitag 10.03.06
Mit dem Turban auf Streife
Uneiniges Europa zwischen Verbot und Erlass
Das Tragen des islamischen Kopftuches wird in Europa über unterschiedliche Regelungen gehandhabt. Während Österreich als eines der liberalsten europäischen Länder gilt und Schülern wie Lehrern, Beamten wie Ärzten ausgenommen Polizisten und Richter die freie Wahl der Kopfbedeckung zugesteht, pflegt Frankreich ein strenges Verhältnis zur Problematik. Hier beschloss das Parlament ein grundsätzliches Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen und Spitälern.
Ausführlich nun diskutierte die Bundesrepublik ein solches Verbot, bis das Bundesverfassungsgericht schließlich im September 2003 die Entscheidung an die Bundesländer übertrug. So endete etwa Berlin in dem Beschluss, alle religiösen Symbole in Schulen zu untersagen. Auch die schleswig-holsteinische SPD erwägt derzeit, im Gegensatz zur CDU, in dem neuen Schulgesetz alle religiösen Symbole zu verbieten, nicht nur das Kopftuch.
Wie beurteilt Ihr die andauernde Diskussion um das Tragen oder Nicht-Tragen des Kopftuches? Sollte eine einheitliche Regelung für Deutschland, gar für Europa geschaffen werden? Wie sollten sich Bürger zwischen der eigenen Religionsfreiheit und der staatlichen religiösen Neutralitätspflicht positionieren? Schreibt Eure Meinung hier in den COMMENTS-Bereich!
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Und die Regelung das der Beamtete entscheiden darf ob Helm oder religiöse Kopfbedeckung ist einfach nur blödsinnig. Dabei wird die Religion zu sehr in den Vordergrund gerückt und stellt auch den Gedanken der Integration infrage.
Schließlich muss der Staat sich ja um seine Beamten und deren Schutz bemühen, das da die Religion darüber steht hat nichts mit Integration zu tun.
Und der Glaube an den gesunden Menschenverstand, ist keine sehr zuverlässiger Schutz.
14.03.06