Game of Thrones TV-Review – Der Herr der Hypes

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Endlich: “Game of Thrones” in Deutschland! Heute Abend startet der RTL 2-Marathon der ersten Staffel der HBO-Serie und am 13. April kommt genau diese erste Staffel auf und raus. “Der Winter naht” bei uns im Frühling.

Game of Thrones TV-Review – Der Herr der Hypes

Von Trivialkultur zum Mainstream: George R. R. Martins Romanzyklus “A Song of Ice and Fire” ist einer der großen Nutznießer von Peter Jacksons. Als “” mit Oscars dekoriert wurde, galt das auch als Gewinn für Millionen von Fantasy-Fans. Peter Jackson war damals mehr als nur ein erfolgreicher Regisseur: Er war der offizielle Fürsprecher einer verschworenen Gemeinschaft, die schon immer gewusst hatte, dass dieser glorreiche Tag einmal kommen würde.

So konnte Jackson es sich während seiner Rede vor der Academy dann auch nicht verkneifen, das Fantasy-Genre als ein “F-Wort” zu bezeichnen, das zur Abwechslung mal nicht der rigiden Zensurpraxis, die während der Oscar-Übertragung herrscht, zum Opfer fallen würde. Orks, Elfen, Trolle und weißbärtige Zauberer – all das hatte plötzlich Glamour und Ansehen. Fantasy wurde salonfähig und es war gekommen um zu bleiben.

Ohne Peter Jackson kein “Game of Thrones”

Die vom US-Bezahlsender HBO produzierte TV-Serie “A Game of Thrones” ist in gewisser Hinsicht ein direkter Nachkomme dieser bemerkenswerten Oscar-Nacht. Kein Produzent, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, hätte vor dem Erfolg der “Herr der Ringe”-Filme seine Unterschrift unter ein derartiges Projekt gesetzt. Doch die Zeiten haben sich geändert. Im Kino brechen Vampire, Werwölfe und Zauberlehrlinge gerade Einspielrekorde und Teenie-Herzen, und auf den Bestsellerlisten gehören Fantasy-Romane längst zu den wichtigsten Absatzgaranten.

Einen Bestseller hat der groß angelegte Romanzyklus “A Song of Ice and Fire” (““) von George R. R. Martin zunächst nicht hervorgebracht. Dessen erster Band, eben jenes nun verfilmte “A Game of Thrones” (“Die Herren von Winterfell”) erschien bereits Mitte der 90er Jahre. Erst der vierte Band schaffte es an die Spitze der Bestsellerliste der New York Times. Das war im Jahr 2005, ein Jahr nachdem Peter Jackson das Tor zu diesen fantastischen Welten für eine breite Leserschaft weit aufgestoßen hatte.

Fantasy-Klaviatur: “Das Lied von Eis und Feuer”

Martins “Lied von Eis und Feuer” ist in vielerlei Hinsicht ein klassischer Vertreter seiner Zunft. Es geht um blutige Machtfehden, legendäre Schlachten und ein drohendes Unheil im Norden. Darüber hinaus versteht sich Martin – wie so viele Autoren dieses Genres – hervorragend darauf, aus liebevollen Detailbeschreibungen, historischen Inspirationsquellen und eigens entwickelten Sprachen, eine glaubwürdige und nachvollziehbare Welt zu erschaffen, die bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt. In diesem Fall sind es die sieben Königreiche des Kontinents Westeros, der nicht nur über eine reichhaltige Geschichte verfügt, sondern auch über komplexe politische und soziale Verhältnisse.

Weitere Themen: Madeleine Fairley, Peter Dinklage, Nikolaj Coster-Waldau, LENA HEADEY, Sean Bean


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