Amores Perros

Beschreibung

„Amores Perros“ ist das Spielfilmdebüt des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu. Das Drama basiert auf dem Originaldrehbuch des mexikanischen Schriftstellers Guillermo Arriaga und erzählt drei Episoden über Liebe, Hass, Träume und Tod in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt.

Ausgangspunkt der Handlung ist ein Autounfall, der den Schnittpunkt dreier Leben verortet. Eines davon gehört Octavio (Gael García Bernal), der in die Frau seines Bruders verliebt ist und sich mit ihr ein gemeinsames Leben vorstellt. Das nötige Geld will er mit seinem Hund verdienen, den er bei brutalen Hundekämpfen antreten lässt. Fotomodell Valeria (Goya Toledo), die mit dem verheirateten Verleger Daniel eine Affäre hat, ist ebenfalls in den Unfall verwickelt. Genauso wie El Chivo (Emilio Echevarría), ein obdachloser Gelegenheitskiller, der seine Tochter Maru erst auf der Beerdigung seiner Ex-Frau kennen lernt.

„Amores Perros“ ist ein Film über menschliche Abgründe, genauso wie auch zwei weitere Arbeiten des Regisseurs, „“ und „“ – die ebenfalls eine episodenhafte Struktur aufweisen. Besonders überzeugend ist hier die kompromisslose Härte, mit welcher der Film die zuweilen gnadenlosen Lebensumstände der Protagonisten entwirft. Insbesondere die Hundekämpfe werden schonungslos realistisch dargestellt und vermitteln einen symbolträchtigen Eindruck, wie es in einer Stadt zugeht, die aufgrund ihrer schier gigantischen Ausmaße (ca. 20 Millionen Einwohner) zu einem Moloch verkommen ist, in dem Gewalt, Hass und Verfall regieren. Dass die Protagonisten letztendlich vor allem den Hunden zugetan sind, lässt erahnen, welch Menschenbild Iñárritu in seinem düsteren Arthaus-Hit zeichnet.

Bei den Oscars 2001 wurde „Amores Perros“ als „bester ausländischer Film“ nominiert. In Cannes gab es sowohl den Großen Preis der Woche der Kritik als auch den Preis der jungen Kritik.


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Genres: Drama
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