GI Joe: Die Abrechnung – Der neue Trailer und ein erster Ausblick

David Hain
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Schon mal aus dem Kino gekommen und gedacht: Was zum...? Es ist dieses Gefühl, gerade mit Tempo 200 angefahren, mitgerissen und überrollt worden zu sein – und trotzdem Spaß gehabt zu haben. So und nicht anders fühlt es sich an, wenn Paramount Pictures mit einem exklusiven Screening zu „GI Joe: Die Abrechnung“ um die Ecke biegt und verkündet, man wolle uns einen zehnminütigen Einblick in den Film gewähren.

GI Joe: Die Abrechnung – Der neue Trailer und ein erster Ausblick

Was wir erwarteten, war ein ungefährer Abriss der Handlung mit wenigen Dialogen und etwas Action. Was wir bekamen war – die totale Zerstörung unserer Hirnrinde und Netzhaut. Überall Explosionen, zwei, drei Wortfetzen, dann ist wieder jemand durch die Luft katapultiert worden. Wir können also schon mal festhalten: Ruhiger wird „GI Joe: Die Abrechnung“ definitiv nicht. Im Gegenteil: Regisseur Jon Chu, der Stephen Sommers ablöst, legt sogar nochmal einen Gang zu.

Das äußert sich auf den ersten Blick erst mal rein visuell. „GI Joe: Die Abrechnung “ sieht deutlich dreckiger, ein bisschen erwachsener aus, als der direkte Vorgänger – was wir an dieser Stelle auf jeden Fall begrüßen können. Einer der vielen Kritikpunkte des Erstlings war sicherlich der hoch-naive Grundton, der das spinnerte Spektakel nie über den Spielzeugladen-Charme der Vorlage heben konnte. „Die Abrechnung“  scheint dahingehend schon mal keine Ambitionen zu haben.

Schon die Story (ja, es gibt tatsächlich eine) zeugt von der leicht derberen Tonart. Okay, im Zentrum der Ausgangslage steht wieder ein ziemlich absurd gekleideter Typ namens „Cobra Commander“, dessen Untertanen (u.a. Ray Stevenson) ihn derart verkniffen anstarren, als müssten sie sich das Lachen verkneifen. Aber sein Plan ist dieses Mal noch etwas diabolischer: Die Welt erobern! Wobei, so wirklich neu ist eigentlich auch das nicht.

Wohl aber das Spielzeug, mit dem er dies erreichen will: Per Supersatellit äschert Cobra zu Beginn des Films ganz London ein. Wer sich für die Fortsetzung also erneut einstürzende Sehenswürdigkeiten gewünscht hat, kommt mehr als auf seine Kosten. Die drastische Handlung nötigt die Machthaber der Weltnationen dazu, Cobra die Alleinherrschaft zu übergeben. Die Welt wäre verloren, wäre da nicht...

Nein, so einfach ist es leider nicht. Die „GI Joe“-Unit ist in Teil zwei zur Handlungsunfähigkeit verdammt. Oder anders ausgedrückt: Komplett ausgelöscht. Der US-Präsident lässt die Spezialeinheit hinterhältig angreifen und tötet dabei nahezu alle Joes. Bis auf – und hier wird's spannend – Duke alias Channing Tatum, dem einzigen verbleibenden Darsteller aus dem Vorgänger und The Rock alias Dwayne Johnson alias Roadblock. Verstanden? Nicht? Ist auch egal.

Wichtig ist, dass ab hier voll die Lutzi abgeht. Roadblock, Duke und Co. wollen Rache und holen sich den einzigen Menschen, dem sie noch trauen können, ins Team: Bruce Willis alias den  Ur-GI Joe. Was dann folgt ist praktisch eine ausgedehnte Fassung dessen, was wir in rund zehn Minuten erleben durften. Ausgedehntes Geballer, wildes durch-die-Gegend-gespringe und Explosionen, die die Leinwand zum glühen bringen.

Das wirkt in erster Linie natürlich wenig frisch, ist aber deutlich besser inszeniert und choreografiert, als in „GI Joe: Geheimauftrag Cobra“. Wo Stephen Sommers dazu neigt, eine riesige Kitschoper abzubrennen, beweist Jon Chu schon wesentlich mehr Stil. Das wird die hauchdünne Handlung mit Sicherheit kaum davon abhalten, mit wehenden Fahnen im wuseligen Durcheinander aus BAM, BOOM und BÖM unterzugehen, aber...nunja, wer erwartet das schon?!


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