Goldrausch

Beschreibung

„Goldrausch“ war Charlie Chaplins Nachfolger von „Der Vagabund und das Kind“ und spielt in Alaska Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Treck von Glücksrittern zieht in die Wildnis, um Gold zu suchen. Darunter der Tramp, der in einem eisigen Schneesturm Schutz in einer Hütte sucht, die jedoch schon von dem Schurken Black Larsen bewohnt wird. Dazu gesellt sich der grobschlächtige, aber im Grunde gutmütige Abenteurer Big Jim, der kurz zuvor Gold gefunden hat. Black Larsen wird ausgelost, sich auf die Suche nach Nahrung zu begeben, doch er kommt nicht zurück. Der Tramp kocht daraufhin einen seiner Schuhe und verspeist ihn genüsslich. Vor Hunger fast verrückt, sieht Big Jim in dem Tramp ein übergroßes Huhn, das er versucht, zu fangen und zu schlachten. Die Situation entspannt sich, als es dem Tramp gelingt, einen Bären zu schießen.

Einige Wirrungen und Abenteuer später wird die Hütte von einem Schneesturm halb über einen Abgrund geweht. Als die beiden Goldsucher am nächsten Morgen aufwachen, glauben sie zunächst, dass das Schwanken des Fußbodens von ihrem verkaterten Zustand herrührt. Gerade noch können sie sich auf festen Boden retten, bevor die Hütte in den Abgrund kracht. Gleich in der Nähe finden sie das Gold und kehren als Millionäre zurück, wie Big Jim es vorhergesagt hat.

Der Auslöser für „Goldrausch“ war eine Einladung von Douglas Fairbanks und Mary Pickford im Herbst 1923. Sie zeigten Charlie Chaplin verschiedene stereoskopische Fotografien. Ein Bild fiel ihm besonders ins Auge: Es zeigte einen langen Zug von Goldgräbern, die den Chilkoot Pass im Norden Kanadas hinaufstiegen. Chaplin besorgte sich sofort Literatur zum Thema Goldrausch. Sehr inspirierend für ihn war ein Buch über die sogenannte Donner-Tragödie: Ein Goldsuchertreck unter der Leitung von George Donner war in der Sierra Nevada vom Schnee eingeschlossen worden. In dieser verzweifelten Lage gab es Kannibalismus, einige aßen ihre Schuhe samt Schnürsenkeln auf.

Wie immer arbeitete Chaplin während der Produktion ohne Drehbuch und improvisierte gegebenenfalls. Im Mai 1925 waren die Dreharbeiten abgeschlossen. Mehr als sieben Kilometer Filmmaterial waren belichtet worden, von dem nur ein Bruchteil für die endgültige Fassung verwendet wurde, die Chaplin selbst im Schneideraum zusammenstellte. Die gesamten Produktionskosten beliefen sich auf eine Million Dollar.


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Genres: Komödie
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