Harakiri

Beschreibung

„Harakiri“ ist ein japanischer Spielfilm des Regisseurs Masaki Kobayashi aus dem Jahr 1962. Die Geschichte spielt während der Edo-Zeit und der Herrschaft des Tokugawa-Shōgunats. Zu Beginn kommt der Samurai Hanshiro Tsugumo in das Haus des Daimyō Lyi und bittet darum, dort Selbstmord begehen zu dürfen. Tsugumo ist jedoch keineswegs der erste Samurai, sondern wird zunächst als ein Ronin angesehen, der lediglich das Haus erpressen möchte, weil ein Selbstmord große Schmach auslösen würde.

Tsugumo besteht auf seinem traditionsgemäßen Recht, einen Kaishaku-Nin aus einem der drei berühmtesten Vasallen dieses Fürstenhauses wählen zu dürfen. Diese haben sich jedoch krank gemeldet und sind daher nicht im Haus. Nach jedem der drei Krieger wird geschickt. Tsugumo weigert sich, ohne einen dieser drei „höchst ehrenwerten“ Herren den rituellen Selbstmord zu vollziehen, weil nämlich diese Personen für den Tod seines Ziehsohnes und seiner Tochter verantwortlich sind.

„Harakiri“ ist ein kunstvoll gestaltetes historisches Samurai-Drama, das Kritik übt an ausgehöhlten Ehrbegriffen und sinnentleerten Konventionen. Sparsam werden die dramatischen Steigerungen dosiert, wobei manche Szene bewußt ins Zeremonielle überhöht wird. 1963 erhielt der Film den Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes, die Kinema Junpo Awards, Japans renommierteste Filmpreis-Veranstaltung, zeichneten Hauptdarsteller Tatsuya Nakadai aus. Im Jahr 2011 entstand ein Remake unter der Regie von Takashi Miike.

In den weiteren Hauptrollen spielen Rentarō Mikuni, Shima Iwashita und Akira Ishihama. Das Drehbuch stammt von Shinobu Hashimoto, der Schnitt von Hisashi Sagara und die Musik von Tōru Takemitsu. Auf das Konto des Regisseurs gehen weiterhin „“, „“ und die Trilogie „“.


von

Genres: Martial Arts
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