Ricoh GR Digital IV - Neuer Hybrid-AF und Bildstabilisator

Holger Blessenohl

Wer etwas andere Kameras sucht, ist bei Ricoh immer an einer guten Adresse. Ein schönes Beispiel ist die Weitwinkel-Kompaktkamera GR Digital, für die Ricoh jetzt eine neue Version IV angekündigt hat. Wir haben einmal nachgesehen, was sich gegenüber der amazon.de/gp/product/B002LWYZ9M/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=funloadde-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B002LWYZ9M">GR Digital III geändert hat.

Ricoh GR Digital IV - Neuer Hybrid-AF und Bildstabilisator

Die GR Digital ist ganz sicher keine Digitalkamera für jedermann. Das fängt schon damit an, dass es nur eine 28-mm-Festbrennweite (KB-äquivalent) gibt. Zoomen ist also nicht möglich, beziehungsweise muss mit den eigenen Füßen bewerkstelligt werden. Die 28 mm sind ein gemäßigter Weitwinkel, die meisten Kompaktkameras haben hier ihre Anfangsbrennweite. Weiter geht es mit der “Zumutung”, dass der Sensor lediglich mit 10 Megapixeln auflöst. Und während die Konkurrenz mit gigantischen High-ISO-Werten von bis zu ISO 12.800 schon in kleinen Kompaktkameras wirbt, bescheidet sich die GR Digital IV mit einer höchsten Einstellung von ISO 3.200. Die Ricoh-Kamera wirbt nicht mit hohen Zahlen, die Fotoqualität soll entscheiden.

Dafür gibt es nämlich auch einiges, was die Ricoh GR Digital IV besser macht als die Kompaktknipsen der Konkurrenz. So kann man Bilder zum Beispiel für Effekte mehrfach belichten. In Zeiten der Analogfotografie war das mal ein beliebter künstlerischer Effekt. Oder das mit f/1,9 sehr lichtstarke Objektiv, wodurch die irrsinnig hohen ISO-Werte anderer Kameras gar nicht erst benötigt werden.

Besonders stolz ist man bei Ricoh aber auf den ganz neu entwickelten Hybrid-AF. Neben einem konventionellen Kontrast-AF kommt ein neuer “externer Autofokus” zum Einsatz, der die Zahl der Messpunkte auf bis zu 190 erhöht. Dadurch sei die durchschnittliche Zeit für das automatische Fokussieren auf schnappschusstaugliche 0,2 Sekunden verkürzt worden, die Hälfte dessen, was die GR Digital III noch benötigte. Außerdem bietet die neue GR Digital IV jetzt bei Serienbildern AF-Tracking, also die Anpassung des Fokus an das verfolgte Motiv.

Und noch eine Neuerung für die GR-Kamera-Serie. Erstmals hat Ricoh auch eine Bildstabilisierung eingebaut, die GR Digital IV nutzt dafür eine mechanische Sensorverschiebung. Auf diese Weise können Bilder wesentlich länger belichtet werden. Ricoh nennt eine bis zu 9-mal längere Belichtungszeit. Auch der eingesetzte Bildprozessor GR Engine IV soll gegenüber dem Vorgänger bei der Farbwiedergabe und dem Rauschverhalten verbessert worden sein.

Ebenfalls eine kleine Nettigkeit, die Ricoh einigen Kameras spendiert: Statt des Akkus kann man auch alternativ zwei Batterien nutzen. Im Urlaub weiß man sowas im Fall der Fälle zu schätzen.

Die Ricoh GR Digital IV wird ab Oktober lieferbar sein, die unverbindliche Preisempfehlung Ricohs liegt bei 499,-

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