Ist das Leben nicht schön?

Beschreibung

Weihnachtszeit, Depressionszeit: Als George Bailey nach dem versehentlichen Verlust von 8000 Dollar vor dem finanziellen Ruin steht und sich außer Stande fühlt, seiner Familie weiterhin ein gutes Leben zu bieten, sieht er den einzigen Ausweg darin, sich umzubringen. Mehr noch, er wünscht sich, dass er nie existiert hätte. Gerade als er von einer Brücke springen will, taucht der Schutzengel Clarence auf und führt George vor Augen, wie der Lauf der Dinge ausgesehen hätte, wenn es ihn tatsächlich nie gegeben hätte.

„Ist das Leben nicht schön?“ ist nach wie vor der einzige klassische Weihnachtsfilm, in dem der Hauptcharakter Selbstmord begehen möchte. Die Faszination, die von diesem Werk ausgeht, liegt in seiner einzigartigen Verbindung von Traurigkeit und Hoffnung, die am Ende in viele Tränen und ein wohlig warmes Bauchkribbeln mündet. Regisseur Frank Capra schafft es, tief zu bewegen und dabei doch nicht in Kitsch zu verfallen.

„Ist das Leben nicht schön?“ wurde 1947 gedreht, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als das Publikum eher seichte Komödien sehen wollte. Der Film war zunächst kein Erfolg und musste sich seine Reputation erst im Laufe der Jahre „erarbeiten“. Auf der einen Seite schrammt man des öfteren knapp am Kitsch entlang, doch genau dieses „knapp“ ist die Grundlage für seinen anhaltenden Erfolg. Der Film schafft einfach die Verbindung aus großen Gefühlen und einer wirklich bewegenden Geschichte, getragen durch fantastische Darsteller – allen voran natürlich James Stewart als George Bailey.

Stewart kommt so sympathisch rüber wie nur selten zuvor und danach in seiner Karriere. Diese Rolle steht synonym für ihn, was nur leider nicht bei den Oscars berücksichtigt wurde, wo der Film trotz fünf Nominierungen völlig leer ausging. „Ist das Leben nicht schön?“ war der Academy vielleicht zu sentimental oder vielleicht auch zu düster; Die Wahrheit, bzw. die Faszination für dieses Werk liegt wahrscheinlich in der ambivalenten Mitte. Weihnachten ist einfach nicht nur „rosy cosy“, sondern immer auch ein Kampf gegen Widrigkeiten – an deren Ende hoffentlich ein harmonisches & glückliches Ende steht.


von

Genres: Fantasy
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