Mary & Max

Beschreibung

Die kleine Mary lebt in den 70er Jahren in einem australischen Vorort. Mit ihrer alkoholkranken Mutter und ihrem in einer Fabrik arbeitenden Vater verbindet sie kein besonders gutes Verhältnis. Um nach einem verwirrenden Gespräch mit ihrem Onkel herauszufinden, wie in den USA Kinder geboren werden, schreibt sie einen Brief an den in New York lebenden Max. Der scheue Max schreibt ihr schließlich in der ihm eigenen Art zurück und findet in Mary bald eine gute Freundin, obwohl ihre Brieffreundschaft über die Jahre hinweg den verschiedensten Unwägbarkeiten trotzen muss.

Wenn klumpige Knetfiguren im Stop-Motion-Verfahren zum Leben erweckt werden, dürfen sich normalerweise vor allem Kinder freuen. Im Falle von „Mary & Max“ jedoch ist das ganz anders, denn trotz der sympathischen Animationen bleibt Adam Elliots Film ein zutiefst trauriges Drama, das vor allem zu Anfang auf eine unerwartete Gefühlsprobe stellt. Die außerhalb des sozialen Gefüges stehenden Hauptfiguren haben das Mitleid des Zuschauers nämlich gleich von der ersten Minute an auf ihrer Seite und werden dementsprechend in emotionalen Situationen in Szene gesetzt. Die außerordentliche Qualität von „Mary & Max“ besteht darin, dass der Film eine berührende Atmosphäre erzeugen kann, die selbst gestandene Cineasten selten so intensiv erlebt haben.

Elliot erzählt, zwischen Neurosen, Psychosen, Demütigungen und grausamen Zufällen, ganz menschenfreundlich-froh und überraschend witzig von der heilsamen Kraft der Freundschaft, die als einzige noch hilft, wenn alles andere verloren scheint. In den Hauptrollen (im Original) sprechen Philip Seymour Hoffman, Toni Collette, Eric Bana, Barry Humphries und Bethany Whitmore. Der Regisseur hat zuvor mit preisgekrönten Kurzfilmen begeistert, darunter zum Beispiel „“.


von

Genres: Animation
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