Mortal Kombat - Vorschau: "Man kann in 12 Teile zerlegt werden"

David Hain
5

BAMM!! Ein krachender Schlag – zelebriert in Zeitlupe. Das Geschehen wird verlangsamt, die Kamera zoomt heran, und in einer detaillierten Röntgenansicht wird haarklein gezeigt, was der verheerende Treffer im Körper des Kämpfers anrichtet, zerfetzte Organe und zersplitterte Knochen inklusive. Welcome back to Mortal Kombat.

Mortal Kombat - Vorschau: "Man kann in 12 Teile zerlegt werden"

Wenn Warner Interactive demnächst die klassische Prügelspiel-Serie Mortal Kombat erneut zum Leben erweckt und mit knackiger HD-Grafik, tollen Animationen (jeder Charakter bewegt sich dabei vollkommen individuell), spektakulären Hintergründen und einem ausgefeilten Gameplay auf den Stand der Dinge bringt, wird wohl kaum ein Hahn nach diesen Features krähen. Und auch Details wie der ausgefuchste Story-Modus oder ein neuer Tag-Team-Modus werden wohl eher untergehen.

Das liegt aber weniger daran, dass in Zeiten starker Genre-Konkurrenz wie “Street Fighter” oder “Marvel vs. Capcom 3″ solche Eigenschaften von einem Kampf-Spiel erwartet werden – es liegt viel mehr an der expliziten Darstellung von Gewalt in Mortal Kombat. Gewalt und deren Darstellung waren ja schon immer besondere Eigenschaften der Serie und ein Grund dafür, dass so einige der vorangegangenen Serienteile in Deutschland das Verzeichnis der indizierten Spiele von innen betrachten durften.

Natürlich werden die Blut-Effekte derart übertrieben zelebriert, dass es sich dabei um keine realistische Darstellung handelt, sondern um eine humorvolle Aufarbeitung. Aber für zartbesaitete Naturen sind sie deshalb trotzdem nichts: Zum einen gibt es so etwa die schon aus den Vorgängern bekannten “Fatality-Moves”, bei denen am Ende eines Kampfes durch eine bestimmte Tastenkombination der Gegner auf spektakuläre Art und Weise zerstückelt, geköpft, ausgeweidet, gesprengt oder anderweitig entleibt wird.


Bei einer ersten Vorstellung des Titels im Rahmen der Gamescom verkündete Hector Sanchez von den Nether Realm Studios damals nicht ohne Stolz in der Stimme: “Jeder Charakter kann in 12 Teile zerlegt werden”. Vermutlich ist dies aber eine Untertreibung – nach Sichtung einiger Fatalities und Zählung der entstandenen Einzelteile, liegt die gefühlte Stückzahl deutlich darüber.

Zusätzlich zu den Fatality-Moves gibt es diesmal noch eine weitere Stufe der Bildschirm-Grausamkeiten: Die sogenannten X-Ray-Moves. Im Laufe des Spiels lädt sich bei jedem Charakter unten ein Super Meter auf, der diese extrem starken Attacken zulässt, die bei vollem Meter auch schon einmal über ein Drittel der Gesamtenergie abziehen können. Die Darstellung dieser Moves ist dabei fast noch schmerzhafter als die der Fatalities.

Neue Artikel von GIGA FILM

GIGA Marktplatz