Mr. Smith geht nach Washington

Beschreibung

Als der Senator eines kleinen (namenlosen) Staates in den U.S.A. das Zeitliche segnet, muss Gouverneur Hubert Hopper (Guy Kibbee) möglichst schnell einen Nachfolger ernennen. Die Entscheidung hierüber trifft der Zeitungsverleger James Taylor (Edward Arnold), der sich für den unauffälligen Pfadfinder-Führer Jefferson Smith (James Stewart) entscheidet – eine in seinen Augen willenlose, formbare Marionette. Zusammen mit dem anderen Senator des Staates, dem altgedienten Joseph Paine (Claude Rains) und seiner Beraterin Clarissa Saunders (Jean Arthur) zieht er in Washington in den Kongress ein.

Aus dieser Prämisse entwickelt „Mr. Smith geht nach Washington“ eine Politfabel über einen anständigen, einfachen Mann, der gegen alle Widerstände für seine Ideale eintritt. Regisseur Frank Capra wollte eigentlich die hier zugrunde liegende Kurzgeschichte „A Gentleman from Montana” zu einer Fortsetzung seines Hits „” von 1936 machen. Als dessen Hauptdarsteller Gary Cooper nicht zur Verfügung stand, ging die Rolle an James Stewart und der Name des Protagonisten wurde geändert. Dennoch sind die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Filmen nicht nur im Titel unverkennbar.

„Mr. Smith geht nach Washington“ ist klassisches Wohlfühlkino, das sich durch den Glauben an das Gute und einen unumstößlichen Optimismus auszeichnet. Der Begriff „Capraesk“ bezieht sich genau hierauf, wobei aber gleichzeitig die Realität nie aus den Augen verloren wird. Capra-Filme sind Märchen mit klarem Zeitbezug...und in Gestalt von James Stewart dem Urbild eines aufrechten Amerikaners – der Zeit seines Lebens genau dieses Rollenbild auch abseits der Kameras verkörperte.

Der Film erhielt stolze 11 Oscar-Nominierungen, doch konnte letztendlich nur den Preis für das beste Drehbuch mit nach Hause nehmen. Die Konkurrenz in diesem Jahr war einfach zu stark: Alle wichtigen Preise gingen 1939 an „“.


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Genres: Drama
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