Pans Labyrinth

Beschreibung

Spanien 1944: Ofelia, ein junges Mädchen mit blühender Fantasie, fährt mit ihrer hochschwangeren Mutter Carmen nach Nordspanien zum Stiefvater Vida, einem despotischen Kommandanten der Franco-Armee. Nach dem Ende des Bürgerkriegs kämpft dieser gegen eine republikanische Rebellengruppe, die im nahe gelegenen Wald versteckt noch immer Widerstand leistet. Als Ofelia in der Nähe des Hauses ein Labyrinth entdeckt, träumt sie sich aus der grausamen Welt des Faschismus in ein Märchenreich.

„Pans Labyrinth“, inszeniert von Guillermo Del Toro, soll als märchenhafte Parabel verstanden werden, in der Faschisten und Republikaner als Verkörperung von Gut und Böse fungieren. Ofelias Traumwelt ist ein Labyrinth, in dem sie sich verlieren kann, geheimnisvoll und ebenso düster und grausam wie die Realität: Feen werden von Monstern gefressen, die ihre Augen in den Innenflächen der Hände tragen, und gierige Riesenkröten sind ebenfalls anwesend. Ein Faun hat dem jungen Mädchen drei Aufgaben gestellt, die sie bewältigen muss, bis sie wieder als Prinzessin in ihr Königreich zurückkehren könne.

Guillermo Del Toro beweist in „Pans Labyrinth“ erneut seine Vorliebe für düstere Fantasy-Stoffe im Gothic-Stil. Der Film ist ein Märchen für Erwachsene und bedient sich in Sachen Ästhetik bei einer von der Malerei Francisco Goyas inspirierten Bilderwelt – einer Welt, die schonungslos den Horror des Krieges darstellt. In düsteren Farben inszeniert der Regisseur die Abgründe der Figuren, mit einer unruhigen Kamera, die die ständige Angespanntheit der Figuren in jeder Sekunde auf den Zuschauer überträgt.

„Pans Labyrinth“ ist im besten Sinne fantasievoll, selbst wenn die Parallelen zum Franco-Regime streckenweise ganz schön dick aufs Brot geschmiert werden. In den Hauptrollen spielen Ivana Baquero, Ariadna Gil und Sergi Lopéz.


von

Genres: Fantasy
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