Platoon
Chris Taylor (Charlie Sheen) kommt 1967 als Frischling nach Vietnam und lernt den Schrecken des Krieges kennen. Anstatt brüderlicher Kameradschaft herrscht eine strenge Hierarchie, in der Neuankömmlinge als bloßes Kanonenfutter angesehen werden. Nach ersten Kampfhandlungen gerät Taylor an Sgt. Grodin (Willem Dafoe) und wird in die Gruppe der sog. Potheads aufgenommen, die in ihrer Freizeit Drogen konsumieren, um vom Grauen des Krieges Abstand zu gewinnen. Ihnen gegenüber steht die Gruppe um Sgt. Barnes (Tom Berenger), die lieber dem Alkohol frönt. Um sie alle herum tobt der Krieg, doch auch zwischen diesen beiden Lagern werden schon bald die Waffen entsichert...
Oliver Stones „Platoon“ ist neben Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ einer der wichtigsten Anti-Kriegsfilme über den Vietnamkrieg. Doch während „Apocalypse Now“ den Krieg für eine tiefgreifende psychologische Studie heranzieht, verbleibt Stones Werk innerhalb der Genreabgrenzungen. Dabei konzentriert sich der Film jedoch nicht so sehr auf die Kampfhandlungen und Greueltaten, sondern vielmehr auf deren Auswirkungen auf die sozialen Strukturen innerhalb der kämpfenden Truppe. So werden die Soldaten bald untereinander zu Feinden und führen ihre Aufgabe, nämlich einen außenstehenden Gegner zu besiegen, ad absurdum. Dabei schreckt Oliver Stone nicht davor zurück, den Irrsinn des allgegenwärtigen Krieges in ausufernde Drogen- und Alkoholexzesse übergehen zu lassen, von denen sich die Soldaten die nötige Betäubung ihres Bewusstseins erhoffen. Es eröffnet sich dem Publikum ein wahrer Höllentrip aus Tod und Rausch.
„Platoon“ ist Teil von Oliver Stones Vietnam-Trilogie, zu der auch „Geboren am 4. Juli“ und „Zwischen Himmel und Hölle“ gehören. In den weiteren Hauptrollen spielen Johnny Depp und Forest Whitaker. Der Film wurde mit vier Oscars ausgezeichnet, unter anderem für „Bester Film“ und „Beste Regie“.