Rob Halford: - Brasiliens Vorschlag für heterosexuellen Pride-Day ist kindisch

Peer Göbel
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Metal-Legende Rob Halford hält die Idee, einen heterosexuellen Pride-Tag analog zum schwul-lesbischen Pride (in Deutschland: Christopher Street Day) einzuführen, für kindisch. Der Judas-Priest-Sänger, der sich 1998 in einem Interview auf MTV geoutet hatte, wurde von einem brasilianischen Sender zu dem Thema befragt.

Rob Halford: - Brasiliens Vorschlag für heterosexuellen Pride-Day ist kindisch

Dem Bürgermeister von Sao Paulo liegt seit Mittwoch ein Antrag vor, in dem der dritte Sonntag im Dezember zum “Heterosexual Pride Day” erklärt wird. Die Vorlage, die bereits vom Stadtparlament gebilligt wurde, stammt von verschiedenen christlichen Organisationen. Einer der Autoren, Carlos Apolinário, sagte gegenüber der Washington Post, der Antrag sei “nicht anti-schwul, sondern ein Protest gegen die Privilegien der homosexuellen Community”. Er respektiere Schwule und habe kein Problem mit ihnen zu koexistieren, “so lange sie sich normal benehmen.”

Ein Tag, um das “Normale” zu feiern, das sowieso jeden Tag gefeiert wird? Die brasilianische schwul-lesbische Vereinigung kritisierte den Entwurf. “Anders als Homosexuelle werden Heterosexuelle nicht diskriminiert, nur weil sie heterosexuell sind.”

Halford: Karneval ist doch schon Hetero-Pride

Und auch Rob Halford nahm Stellung. Der brasilianische Sender Globo FM befragte den Judas-Priest-Sänger in einem Interview. Sein Kommentar: “Brasilien hatte doch schon immer eine Hetero-Pride-Parade – sie heißt Karneval, oder?” Halford fuhr fort: Homosexuelle “sind eine Minderheit, die über die Jahre schrecklich unterdrückt wurde. Sobald wir dieselben Rechte wie Heterosexuelle haben, brauchen wir wahrscheinlich keine Gay Parade mehr.” Ein “Heterosexual Pride Day” sei seiner Meinung nach eine “kindische” Idee.

Der Christopher Street Day sei für ihn vor allem eine Party. “Es ist nicht anders als ein Metal-Konzert, wo man zusammenkommt und feiert.” Über sein Coming-Out sprach Halford: “Mir fiel vor kurzem auf, dass ich kein negatives Feedback dazu bekam. Fans were cool. Es gibt eine Menge (Homo)phobie in Metal-Musik, aber es wird Schritt für Schritt besser.”

via blabbermouth

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