Am gestrigen Sonntagabend schockte eine Meldung die Filmwelt: Offenbar ist die Schließung der legendären Animationsschmiede Studio Ghibli verkündet worden. Nach einem Update heißt es nun, dass erst einmal nur Restrukturierungsmaßnahmen anstehen, doch die Zukunft des Filmstudios liegt im Ungewissen.

Studio Ghibli: Schließung oder Produktionspause? Wie geht es weiter?

Als im vergangenen Herbst im Rahmen der 70. Filmfestspiele von Venedig der Ruhestand des Studio Ghibli Gründers und Oscarprämierten Regisseurs Hayao Miyazaki verkündet wurde, fielen nicht nur Anime-Fans aus allen Wolken. Im Laufe der Jahre hatte Miyazaki durch Werke wie „Prinzessin Mononoke“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ die Herzen unzähliger Zuschauer erobert und das Animationsfilmgenre nachhaltig beeinflusst. Das Maß aller Dinge kam somit aus Japan.

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Nach bisherigen Gerüchten kam es gestern Abend noch schlimmer: Der Blog Oh-Totoro verbreitete die Nachricht, dass das Studio Ghibli mit dem Abzug von Hayao Miyazaki geschlossen werden soll. Dabei berief sich der Artikel auf die Verkündung des Managers des Studio Ghibli, Toshio Suzuki, der im japanischen Fernsehen ein Interview diesbezüglich gab. Doch es war vor allem ein kleiner Übersetzungsfehler, der das Animationsstudio bereits ins Aus schoss.

Vielmehr sprach Suzuki (via /Film) von Umstrukturierungen, die nun während einer Produktionspause vorgenommen werden sollen. Mit dem Abtritt des Meister-Regisseurs Hayao Miyazaki sind diese sicherlich auch von Nöten. Obwohl eine „Pause“ besser ist, als eine komplette Schließung, gibt es dennoch Zweifel am Fortbestehen des Studios. Nun bleibt also abzuwarten, welche Maßnahmen Suzuki im Studio Ghibli anstrebt und ob diese auch Früchte tragen. Dann steht sicherlich erneut eine Entscheidung auf dem Plan.

 

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