Reportage - Die Rechte der Spieler Teil 1

Leserbeitrag
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Lizenzen, Konten für Multiplayer, Weiterverkauf der Software, sammeln von Daten. Gamer geben hunderte von Euros pro Jahr für Videospiele aus, doch dann soll man beim Installieren einen Lizenzvertrag lesen und akzeptieren, meistens ein extra Konto anlegen mit den persönlichen Daten, damit man online Spielen darf und zum Schluss ärgert man sich dann doch über die Bugs. Doch welche Rechte haben wir, darf man ein Spiel wirklich nicht weiterverkaufen oder muss ich meine Daten für ein Konto angeben?

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

Übersicht:

Seite 1: Einleitung

Seite 2: EULA

Seite 3: Weiterverkauf eines Spiels

Seite 4: Benutzerkonto´s und Sicherheitskopien

Seite 5: Mods

Seite 6: Cracks und Installationen

Seite 7: Verleih und Bestrafung

Seite 8: Rücknahme

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Inwieweit sind Endbenutzer-Lizenzverträge, die sogenannten EULAs (»End User License Agreement «), für Käufer relevant?

Bevor man ein Videospiel installiert, muss man meistens ein enorm langen Lizenzvertrag akzeptieren. Einen kleinen Haken auf das Kästchen setzten und schon hat man diese akzeptiert, doch was bedeutet das für den Spieler eigentlich?

Ihr müsst die so genannten Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) nicht akzeptieren, außer ihr habt schon vor dem kaufen des Spiels erfahren was sie beinhaltet. Ein Spieler, der mit dem EULA nicht einverstanden ist, darf das Spiel im Laden zurückgeben und erhält sein Geld zurück, so der Rechtsanwalt Stephan Mathé von der Hamburger Wirtschafts- und Medienkanzlei Rode + Mathé.

Seit ihr mit der AGB nicht zufrieden, könnt ihr das Geld für das Spiel zurückverlangen.

Sollten die Allgemeine Geschäftsbedingungen in der Hülle beiliegen, ist es ebenfalls kein Problem das Geld zurück zu verlangen. Genau genommen muss sie nämlich auf der Rückseite der Hülle abgedruckt sein.

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Muss ich mich daran halten, wenn im EULA steht, dass ich ein Spiel nicht weiterverkaufen darf?

Nein, man muss sich nicht daran halten. Wenn man das Spiel auf einem Datenträger rechtlich erworben hat, darf man mit diesem frei handeln. Dies gilt auch für CD´s und DVD´s. Doch wenn ihr das Spiel gedownloadet habt, also z.B. bei Steam, sieht das ganze anders aus. Der Bundesgerichtshof diskutiert zur Zeit über dieses Thema, doch wahrscheinlich wird es andere ,,Regeln,, für Download-Spiele geben, als für Spiele auf Datenträger.

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Kann ich mein Spiel zurückgeben, wenn ich feststelle, dass fürs Spielen ein Benutzerkonto nötig ist, das persönliche Daten sammelt?

Ja, aber nur wenn auf der Hülle des Spiels nichts von einem Onlinekonto geschrieben war.

 

Darf ich eine Sicherheitskopie eines Spiels anlegen?

Eine Sicherheitskopie bei Filmen und Lieder ist überhaupt kein Problem. Doch bei Videospielen ist das anders. Ihr dürft nur eine Sicherheitskopie anlegen, wenn der Original-Datenträger beschädigt ist. ,,Ein Spiel zu vervielfältigen ist schon dann nicht mehr in Ordnung, wenn der Hersteller bereits ein Backup mitliefert”, so Carina Neumüller von der Frankfurter Kanzlei Schulte Riesenkampff. Doch ein Backup wird meistens nicht mitgeliefert und bei Download-Spielen kann man meistens das Spiel einfach erneut herunterladen. Hat ein Spiel einen wirksamen Kopierschutz, darf man keine Sicherheitskopie anlegen, da es illegal ist diesen zu umgehen.

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Darf ich Mods für ein Spiel erstellen und verbreiten?

Mods für Spiele zu erstellen ist nicht erlaubt, geschweige denn diese zu verbreiten. Wenn man ein Mod für ein Videospiel erstellen möchte, muss man zuvor eine Genehmigung des Herstellers erhalten haben oder das Spiel muss fürs modden freigegeben sein.

Z.B. ein Star Wars-Mod für ein Call of Duty-Spiel zu erstellen ist selbst beim legalen modden nicht gestattet.

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Ist es erlaubt, einen No-CD-Crack zu verwenden, wenn ich das Originalspiel besitze?

Nein, denn dafür müsste man die Kopierschutzprüfung umgehen und dies ist, wie schon erwähnt, illegal. Zu dem ändert ein Crack die Software und das ist ohne Genehmigung des Hersteller strengstens untersagt

Ist es okay, ein Spiel auf mehreren PC´´s zu installieren?

Es ist erlaubt ein Spiel auf mehrere PC´s zu installieren. ,,Es kann dem Hersteller ja egal sein, ob ich erst auf meinem PC im Wohnzimmer spiele und später auf meinem Laptop oder die ganze Zeit am selben Gerät sitze,? meint Rechtsanwalt Stephan Mathé. Einige Spiele besitzen ,,weiche CPU-Klauseln,,. Diese verhindern das ein Spiel gleichzeitig auf mehreren Rechnern läuft.

Berufskollegin Janine Smitkiewicz hat jedoch eine andere Meinung als Stephan Mathé. Sie meint nämlich folgendes: ,,Ein Spiel darf meiner Auffassung nach nur auf einem Gerät installiert und genutzt werden.”

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Darf ich ein Spiel verleihen?

Ja, aber lediglich kostenlos. Will man ein Spiel vermieten, muss man den Hersteller zuvor um Erlaubnis fragen. Bei Downloadspiele bestimmen das die Nutzungsrechte.

 

Wie darf mich ein Spielehersteller bestrafen, wenn ich gegen Nutzungsvereinbarungen verstoße?

Es kommt ganz darauf an, wie groß dieser Verstoß ist. Für gewöhnlich wird das Benutzerkonto gekündigt oder der Account gelöscht bzw. gesperrt. Wenn man ein Kopierschutz umgeht oder Raubkopien verbreitet, kann die Strafe härter ausfallen: Geldbusen und bis zu drei Jahre Haft.

Die Kollegen der Redaktion von Gamestar.de haben mit drei verschiedenen auf Spiele spezialisierten Rechtsanwaltkanzlein gesprochen um ein für alle mal festzuhalten, was ein ,,Zocker,, darf und was nicht!

 

Muss ein Laden ein Spiel zurücknehmen, wenn es auf meinem PC nicht läuft?

Ja und Nein. Denn ein Laden muss das Spiel erst zurücknehmen, wenn z.B. ein Patch die Probleme nicht beseitigt.

Sollte ein Spiel aufgrund der Systemvoraussetzung nicht funktionieren, obwohl der PC diese auf der Rückseite der Hülle des Spiel erfüllt, muss das Geld erstattet werden. ,,Im Rahmen dieses Rechts auf Gewährleistung können Sie zwei Jahre lang Mängel geltend machen, selbst wenn Sie die Verpackung nicht aufbewahrt haben”, versichert Stephan Mathé.

 

Teil 2 erscheint am 30.Oktober 2010

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