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Black Death - Review: Silent Hill im Mittelalter

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Die Pest frisst sich im Mittelalter unaufhaltsam durch Europa und löscht die halbe Bevölkerung aus. Nur Ein kleines Dorf bleibt frei von jener grausamen Krankheit. Ritter Ulrich macht sich mit seinen Söldnern und dem Mönchsnovizen Osmund auf, diesen Ort zu finden und sein Geheimnis zu ergründen. Ein spannend-grusliger Mittelalter-Thriller beginnt.

Black Death - Review: Silent Hill im Mittelalter

Osmund (Eddie Redmayne) ist zerrissen und bittet Gott um ein Zeichen: er will ihm dienen, doch gleichzeitig möchte er seiner Geliebten Averill folgen. Diese hat er vom Klosterhof weg geschickt, um sie vor der Pest zu schützen. Entgegen dem Glauben der Mönche an ihre eigene Reinheit und die Pest als göttliche Strafe für alle Sünder sind auch die ersten von ihnen bereits an der Krankheit gestorben.
Das Zeichen kommt in Form von Ulrich (Sean Bean), der mit einigen Söldnern ein Dorf in Osmunds Heimatregion sucht. Der Bischof persönlich schickt ihn dorthin, um zu prüfen, ob es tatsächlich immun gegen die Pest ist – und wenn, warum. Die kirchliche These wird schnell klar: es muss sich um einen dämonischen Pakt handeln. Osmund soll daher vor allem als Diener Gottes dessen Schutz in das Dorf tragen, wo die Söldner den Diener des Teufels gefangen nehmen wollen: einen Necromancer – einen Magier, der Tote wieder zum Leben erweckt.


Während für Ulrich der Weg klar von christlichen Gesetzen geprägt ist, schwankt Osmunds Glaube stetig stärker. Und das scheinbar friedliche, idyllische und tatsächlich gesunde Dorf im Moor entpuppt sich schnell als gefährlicher als offensichtlich. Konstant hängt Mystik in der Luft und schnell wird klar, dass Gott hier tatsächlich kein Zuhause hat. Der Film bietet historische Einblicke in mittelalterliche Politik und Glauben und kombiniert das mit einem spannenden Szenario um Täuschung und den Dämon im Menschen.


Die Story ist spannend und schlüssig, die Hauptcharaktere konstant gut gezeichnet. Sean Bean tritt zwar gut erkennbar als Boromir (Herr der Ringe) auf, aber dieser erste Eindruck verfliegt schnell, wenn man ihn als überzeugten, aber menschlichen Christen erlebt. Man kann den großen Plotttwist zwar frühzeitig erahnen, doch der Weg dorthin bleibt spannend. Einzig der Epilog ist ein wenig enttäuschend, der zwar in sich gut durchdacht ist, in seiner Umsetzung aber – Achtung, Mini-Spoiler – zu sehr an Episode III und die Geburt von Darth Vader erinnert; der betroffene Charakter sieht Hayden Christensen hier sogar halbwegs ähnlich und rennt im schwarzen Cape durchs Mittelalter. Das hat den Film nicht ruiniert, hat das Ende aber leider nicht die Qualität des Rests erreichen lassen.

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