Rassismus-Vorwurf gegen LEGO Star Wars: Ist Jabba ein Terrorist?

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Ist euch schon mal aufgefallen, dass Jabbas Palast einer Moschee nachempfunden ist? Und dass auf der LEGO-Star-Wars-Packung im Quasi-Minarett-Turm ein Wächter mit Maschinengewehr sitzt? Einem Familienvater in Österreich ist das aufgefallen, und nun könnte LEGO verklagt werden – wegen Volksverhetzung.

Rassismus-Vorwurf gegen LEGO Star Wars: Ist Jabba ein Terrorist?

Die Türkische Kulturgemeinde hat die Vorwürfe aufgenommen und prüft eine Klage gegen LEGO, wie der Standard berichtet. Die Klötzchenfirma wiederum beruft sich auf eine originalgetreue Umsetzung aus Star Wars.

Es geht dabei um den rund 100 Euro teuren Bausatz von ““:

lego star wars - jabbas palace

Der Entwurf soll beispielsweise der Hagia Sophia in Istanbul ähnlich sehen, die Kuppel sei typisch für eine Moschee, so die Beobachtung der Türkischen Kulturgemeinde.

hagia sophia

Bild: Frank Mago via Flickr (cc-by 2.0)

Und bei genauem Hinsehen entdeckt man tatsächlich Maschinengewehre im Turm, und wo der Muezzin zum Gebet ruft, steht eine schwerbewaffnete gamorreanische Wache. Die Analyse geht aber noch weiter: Jabba the Hut liebt es, Wasserpfeife zu rauchen, ist Sklavenhalter, vollführt Menschenopfer, ist eine Art Terrorist – die ganze Szenerie bediene “rassistische Vorurteile und gemeine Unterstellungen gegenüber den Orientalen und Asiaten”.

Ich finde es zwar spannend, dass man diese Parallelen da rauslesen kann – und sicher, das Star-Wars-Universum bedient sich in allen möglichen Kulturen und Mythen – aber dass jetzt Kinder unterbewusst oder bewusst an Terrorismus denken, wenn sie nach dem LEGO-Spielen mit Jabbas Palast eine Moschee sehen, scheint mir stark übertrieben. Da spielen Aussagen von Politikern und die Berichterstattung eine weitaus größere Rolle.

Weitere Themen: Star Wars - das Imperium schlägt zurück , LEGO Star Wars


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