The Dark Knight Rises - Bane: Der Mann, der Batman brach

Tobias Heidemann
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Der neue Trailer zu Christopher Nolans "The Dark Knight Rises" bestätigt, was viele Fans und Comic-Kenner bereits vermuteten. Batmans Gegenspieler Bane, gespielt von Tom Hardy, wird eine zentrale Rolle spielen. Während wir von Anne Hathaways Catwoman-Interpretation überhaupt nichts zu Gesicht bekamen, durften wir Bane bei seinem Aufstieg aus den Tiefes des La Peña Dura Gefängnisses beobachten. Wir begrüßen den geheimnisvollen Mann im Rampenlicht und beleuchten seine Hintergrundgeschichte.

The Dark Knight Rises  - Bane: Der Mann, der Batman brach

“Er ist eine wundervolle Ergänzung.” Mit diesen Worten diskreditierte Joel Schumacher 1997 eine der vielschichtigsten und schillerndsten Figuren des Batman-Universums. Die Rede ist von Bane – dem neuen Gegenspieler von Batman in
“The Dark Knight Rises”. Schumacher setzte den Mann mit der mexikanischen Wrestlingmaske in seinem unsäglichen “Batman & Robin” als vollkommen verblödetes Schoßhündchen von Dr. Pamela Lillian Isley – auch bekannt als Poison Ivy – ein und verstetigte damit ein Bild von Bane, das Comic-Liebhabern schon lange ein echter Dorn im Auge ist.

Wer Bane als urschreiende Abrissbirne auf Steroiden kennt, der kennt ihn nämlich gar nicht. Christopher Nolan hat sich nicht ohne Grund auf Bane als neuen Antagonisten eingeschossen. Seine von Chuck Dixon, Doug Moench und Graham Nolan 1993 erdachte Hintergrundgeschichte ist ein überaus ergiebiger Quell an Charakterisierungsmöglichkeiten.

Sie beginnt auf dem fiktiven, karibischen Inselstaat Santa Prisca. Banes Vater wird dort zum Opfer eines diktatorischen Regimes. Als politisch Verfolgter flieht er, bevor ihn die Geheimpolizei in das berüchtigtste Gefängnis der Bananenrepublik, La Peña Dura, stecken kann. Die zurückgelassene Familie muss für die Flucht des Vaters einen hohen Preis zahlen. Seine hochschwangere Frau wird an seiner statt festgenommen und lebenslänglich hinter die Gitter von La Peña Dura gesperrt. Dort – in der furchtbarsten Gefangenschaft, die man sich vorstellen kann – erblickt auch ihr Kind das Licht der Welt. Bane ist geboren.


Der junge Bane wächst also in La Peña Dura auf. Nur die Nähe zu seiner Mutter bewahrt ihn an diesem erbarmungslosen Ort davor, wie der Rest der Insassen zu einem herzlosen Killer zu werden. Doch dann stirbt seine Mutter – Bane ist zu diesem Zeitpunkt acht Jahre alt.

Nach dem Tod seiner Mutter gelten plötzlich andere Spielregeln. Der Junge muss sich dem harten Überlebenskampf hinter den Gefängnismauern stellen und verändert sich dabei. Schon wenig später begeht Bane seinen ersten Mord. Er ersticht einen Gefangenen im Schlaf. Die Strafe für diese Tat: zehn Jahre Einzelhaft. Bane wird in eine Zelle gesperrt, die sich (La Peña Dura liegt am Meer) bei jeder Flut bis zur Decke mit Wasser füllt.


Diese grausame Tortur macht aus Bane nicht nur einen sehr guten Schwimmer, sondern auch einen verdammt zähen Hund. Zusätzlich zu seinen enormen körperlichen Fähigkeiten entdecken seine Gefängniswächter aber noch etwas anderes. Der Junge scheint überdurchschnittlich intelligent zu sein und zeigt zudem eine schier unglaubliche Menschenkenntnis. Das Personal von La Peña Dura lässt ihn seinen Wissensdurst mit unzähligen Bücher befriedigen. Bane lernt acht Sprachen und eignet sich Expertenwissen in beinahe jeder wissenschaftlichen Disziplin an. Schon bald ist der außergewöhnliche Häftling den Menschen in seiner Umgebung physisch und geistig haushoch überlegen. Bane wird der unbestrittene König von La Peña Dura.

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