The Mechanic - Filmkritik: Jason Statham schraubt an seiner Karriere

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Actionstar Jason Statham will ernst genommen werden. Seitdem der Mann in "The Expendables" als rechte Hand von Sly Stallone geadelt wurde, hat er die Rolle des hyperaktiven Martial-Arts-Aggressors vorerst an den Hacken seines Hollywoodagenten gehängt. Mit "The Mechanic" beginnt für den Schauspieler Statham nun eine neue Ära.

The Mechanic - Filmkritik: Jason Statham schraubt an seiner Karriere

Arthur Bishop, gespielt von Jason Statham, ist ein Auftragsmörder im Dienste des “Unternehmens”; ein mysteriöses Verbrechensnetzwerk, das gutes Geld für fingierte Unfälle zahlt. Bishop ist das beste Pferd im Killerstall. Ein eiskalter Analytiker, der alle Eventualitäten in seinen Plan mit einbezieht und nichts dem Zufall überlässt. Wie ein schweizer Uhrwerk zieht er seine Missionen durch ohne auch nur den Hauch einer Spur zu hinterlassen.


Unter der Perfektion im Berufsleben leidet natürlich sein privates Dasein. Bishop ist einsam. Ein anonymes Liebesspiel mit einer Prostituieren und die gelegentlichen Treffen mit seinem Mentor Harry McKenna (Donald Sutherland) sind alles, was dem menschenscheuen Profi geblieben sind. Als letzterer dann plötzlich auf seiner Todesliste steht, droht nicht nur der Verlust des einzigen Freundes. Bishop muss sich zu allem Überfluss auch noch mit McKennas instabilen Sohn Steve (Ben Foster) herumschlagen – ein drogenverseuchter und lebensüberdrüssiger Taugenichts, der beim Mechaniker in die Lehre gehen will.

Das Drehbuch zu “The Mechanic” ist eine modernisierte Version des Charles Bronson-Thrillers “Kalter Hauch” aus dem Jahr 1972. Der einsame Wolf, der traurige Rächer, der Lehrer wider Willen und schließlich der Wandel vom Killer zum Menschen – es liegt alles bereit für Jason Statham; er müsste eigentlich nur abdrücken. Leider lässt er jede Chance, sich als tragender Schauspieler zu etablieren, ungenutzt.


Im manisch-überdrehtem Action-Clash eines “Crank” oder “Transporter” geht die obercoole Gesichtsmaske vollkommen in Ordnung. Mit diesen Filmen konnte er seine körperlichen Kompetenzen und seine bissigen Blicke richtig gut ausspielen. In “The Mechanic” ist dafür nur selten Platz, denn dieser Film will mehr sein als spaßiges Effektkino.

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