Was ist Adamantium? Fiktion oder Realität?

Marco Kratzenberg

In der Welt der Marvel Comics ist Adamantium ein unzerstörbares, höchstseltenes Metall, aus dem u.a. Wolverines Skelett und Klingen bestehen. Aber gibt es dieses oder ein ähnliches Metall wirklich? Wir klären euch auf.

Im Marvel-Universum gibt es interessante Metalle. Captain Americas Schild besteht aus Vibranium. Das Skelett von Wolverine hingegen besteht aus Adamantium, einem Metall, das in Nigeria in einem Meteoriten gefunden wurde. Damit ist schon mal erklärt, dass Adamantium nicht als Element auf der Erde zu finden ist. Aber gibt es solch ein Metall wirklich und woher hat es seinen Namen?

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Adamantium: Herkunft, Name, Copyright

Gleich vorab: Adamantium ist ein fiktives Metall, eine Erfindung aus den Marvel-Comics und -Filmen. Allerdings hat der Name irdische, antike Wurzeln. Als Adamant oder auch Adamantium bezeichnete man bereits in der Antike sehr harte Stoffe. Das konnten Metalle sein, aber auch Edelsteine – wie etwa der Diamant. Daher stammt das Wort auch aus dem Griechischen: adámas bedeutet so viel wie unbezwingbar. Im Englischen bedeutet adamant etwa unnachgiebig, unerbittlich, aber auch steinhart.

Adamant oder Adamantium wurde in der griechischen Mythologie als Grundstoff für Waffen oder Rüstungen eingesetzt. Das konnte alles möglich sein, da der Begriff für verschiedene Substanzen genutzt wurde. Vor allem für Diamanten und Saphire (die man damals noch nicht immer eindeutig unterscheiden konnte), aber auch für Eisen und harte Legierungen.

Bei Marvel wurde der Begriff Adamantium zum ersten Mal 1969 benutzt – in der Ausgabe 66 von Avengers. Mittlerweile ist er von 20th Century Fox geschützt worden, so dass er ausschließlich in Filmen dieses Unternehmens verwendet werden darf.

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Was ist so hart wie Adamantium?

Wenn es also kein echtes Adamantium gibt, was könnte man als Ersatz nehmen? Da kommt einiges infrage. Von allen reinen, echten Metallen gilt Osmium als das Härteste. Aber auch das kommt nicht an Diamanten heran. Wirklich gut verwendbar ist es auch nicht, da es einerseits ziemlich spröde ist, andererseits bereits bei Raumtemperatur mit Luft zu einem hochgiftigen Stoff reagieren kann.

Wesentlich interessanter für den Einsatzzweck, wie er Comicfans vermutlich vorschwebt, sind Legierungen. Insbesondere der sogenannte Kohlenstoffstahl ist extrem widerstandsfähig. Die härtesten Vertreter dieser Stoffe erreichen eine 8 auf der Mohs Skala. Darüber liegen nur noch Edelsteine, wobei Diamanten mit einem Wert von 10 die Tabelle anführen. Aber die Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und so ist mittlerweile ein synthetischer Stoff entwickelt worden, mit denen man Diamanten beschädigen kann. Lassen wir uns überraschen.

Übrigens, kleiner Tipp für Partygespräche: Der Name des 80er-Jahre New-Wave-Punkers Adam Ant ist ein Wortspiel aus adamant und Ant (Ameise).

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