Yojimbo

Beschreibung

Ein Ronin (Toshiro Mifune) kommt in ein Dorf, in dem zwei rivalisierende Unternehmer um die Herrschaft kämpfen und Schlägerbanden anheuerten. Er quartiert sich in einem Wirtshaus ein und beobachtet die Situation. Schließlich fasst er einen Plan, die Banden gegeneinander auszuspielen, mit dem Ziel, dass sie sich gegenseitig auslöschen.

„Yojimbo“ enthält viele Elemente des klassischen Westerns, reichert diese aber mit einem großen Maß an Brutalität und moralisch zwiespältigen Gestalten an, allen voran der Ronin selbst. Nicht zuletzt dadurch wurde der Film zur Vorlage für die späteren Italo-Western.

Bereits in der Eingangssequenz wird der Mythos des aufrechten Helden im wahrsten Sinne des Wortes angekratzt: Die Kamera zeigt in Großaufnahme den Rücken Mifunes, der sich kratzt. Im Verlauf der Handlung werden die guten Seiten des Ronin wie Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft oder Gerechtigkeitsempfinden immer wieder mit den negativen wie Zynismus und Gewaltbereitschaft kontrastiert. Damit stellt er den idealen „Helden“ für eine aus den Fugen geratene Welt dar, in der der Mensch zum Tier wird. Dies wird symbolisiert durch einen Hund, der Yojimbo am Anfang des Films aus dem Dorf entgegen kommt, eine abgehackte menschliche Hand im Maul.

Durch diesen Pessimismus, Zynismus und den Einsatz von Gewalt wurde der Film stilbildend für den Italo-Western, der durch das Remake „“ (1964) von Sergio Leone begründet wurde. „“ von Walter Hill ist ein weiteres Remake. Für den Regisseur von „Yojimbo“, Akira Kurosawa, wurde dieser Film zu einer seiner besten und erfolgreichsten Arbeiten. In den weiteren Hauptrollen spielen Tatsuya Nakadai, Yoko Tsukasa und Isuzu Yamada.


von

Genres: Martial Arts
Kommentare
Anzeige
GIGA Marktplatz