Review - Back to the Future: The Game - It´s About Time

Leserbeitrag
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Am 22. Dezember des vergangenen Jahres war es endlich so weit: Telltale Games,

die bereits durch etliche Adventures die Spieler-Gemeinschaft begeistern konnte, veröffentlicht anlässlich des 25. Jubiläums der Back to the Future Film-Serie (dt.: Zurück in die Zukunft) ein neues Zeitreise-Abenteuer rund um Doc Browns De Lorean. Auch wenn die Erwartungen durch die schlichtweg genialen Filme hochgesteckt waren, begeistert Back tot he Future: The Game – It´s About Time, so der vollständige Titel des Games, wie zuvor die Filme.

Wir schreiben den 14. Mai 1986. Dr. Emmett Brown ist bereits seit Monaten verschollen und folglich hat die Bank sich dazu entschieden seine Habseligkeiten zu veräußern. Während Marty McFly versucht noch einige von Doc´s Besitztümer zu retten, taucht plötzlich der De Lorean mit Einstein an Board auf und Marty erfährt, dass Doc mal wieder in Schwierigkeiten steckt. Natürlich zögert er nicht lange und macht sie auf die Suche nach seinen Freund auf.

Die Story von Back to the Future: The Game – It´s About Time enthält viele der

typischen Elemente der Back to the Future-Reihe und geizt auch nicht mit Anspielung auf damalige Filmszenen. So gibt es zum Beispiel auch ein Wiedersehen mit dem überdimensionalen Lautsprecher in Browns Labor aus dem ersten Film. Natürlich könnten diese Anspielungen nicht ohne die durchaus glaubhaften Charaktere überzeugen. Diese sehen ihren Vorbildern nämlich zum Verwechseln ähnlich. Hierzu kommt auch noch die ausgezeichnete englische Synchronisation, die nahezu identisch mit dem Original-Ton der Spielfilme ist. Dafür ist neben Christopher Lloyd, der wieder in die Rolle des Doc Brown schlüpft, besonders A.J. LoCascio verantwortlich, dessen Stimme sehr an die des jungen Micheal J. Fox erinnert, der leider aufgrund seiner Krankheit nicht die Rolle des Marty McFly synchronisieren konnte.

Dort wo die englische Version des Spiels glänzt, da hinkt die deutsche leider ein

wenig hinterher. Diese ist leider nicht glaubwürdig und regelrecht Lippenasynchron. Zudem sind viele Passagen noch schlichtweg falsch übersetzt und nicht mit den Untertitel abgestimmt worden. Deshalb kann ich nur jeden empfehlen, der auch nur ein wenig Englisch kann, das Spiel auch in der Original-Vertonung zu spielen.

Neben der  englischen Vertonung überzeugt It´s About Time durch den altbekannten Soundtrack aus der Feder von Alan Silvestri, von welchem man auch nach 25 Jahren nie genug bekommen kann ? Achtung! Ohrwurm-Gefahr!

Grafisch ist Back to the Future zwar kein Crysis 2, wird aber durch den Stil den Erwartungen gerecht. Die Rätsel sind, wie man es von Entwickler Telltale gewohnt

ist, äußerst durchdacht und nachvollziehbar. Für Neulinge des Adventure-Genres ist It´s About Time der optimale Einstieg in das Genre, denn das Spiel lässt den Spieler nie alleine. Sollte man irgendwann nicht mehr weiterwissen, kann man die Hilfe-Funktion zur Hilfe nehmen, die dem Spieler nützliche Hinweise zur Lösung des Problems gibt.

Schade ist nur, dass Telltale das altbekannte Episoden-System zur Veröffentlichung des Adventures gewählt hat. So ist It´s About Time nur die erste von den insgesamt 5 Episoden. Auch sind 2-4 Stunden Spielzeit viel zu wenig für einen ausgehungerten Back to the Future-Fan.

Insgesamt ist aber die erste Episode der Back to the Future: The Game-Reihe, abgesehen von der deutschen Version, grandios geworden. Great Scott! Endlich ist

einmal ein gutes Zurück in die Zukunft-Spiel erschienen. Back tot he Future: It´s About Time hat es geschafft meine Erwartungen noch zu übertreffen. Eigentlich verwunderlich, da diese, aufgrund des Mitwirkens von Christopher Lloyd und Bob Gale, sehr hoch waren. Alle die entweder die Filme liebten oder sich Adventure-Fans nennen, sollten auf alle Fälle einen Blick auf das Spiel werfen.  Wer sich das Spiel vor dem Kauf noch ein wenig genauer Anschauen möchte, der kann gerne einen Blick auf die ersten 15 Minuten Gameplay werfen.

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