Zwei glorreiche Halunken

Beschreibung

Sagt man „Spaghetti-Western“, meint man „Zwei glorreiche Halunken“. 1966 enstand einer *der* Meilensteine des Genres und brachte seine Zutaten wie kaum ein anderer Film auf den Punkt: Eine ikonische Filmmusik von Ennio Morricone. Eine Opern-hafte Inszenierung, die die emotionalen Spitzen der Geschichte mit wuchtigen Scope-Bildern unterlegt. Und natürlich Wetter-gegerbte Schallerfressen, die zuerst schießen und dann ziemlich lange überlegen, ob sie vielleicht noch einen Satz nachschieben sollten.

Der italienische Western ist eine Überhöhung des amerikanischen Westerns, alles ist hier noch eine Spur dicker, deutlicher, melodramatischer. Sergio Leone nimmt sich bei „Zwei glorreiche Halunken“ satte drei Stunden Zeit und verbreitet dabei eine legendäre Coolness, die bis heute Bestand hat. Clint Eastwood, Lee Van Cleef und Eli Wallach – drei echte Männer, denen man besser nur von hinten begegnet. Der Schweiß rinnt ihnen hinunter, knarzige Bartstoppeln schreien nach einer Rasur und das Zigarillo im Mundwinkel ist schon so lange drin, dass es als Vorspeise gelten kann. Zusammen mit „The Ecstasy of Gold“, dem legendären Titelthema von Ennio Morricone, gibt es für echte Desperados kaum etwas Cooleres.

„Zwei glorreiche Halunken“ ist ganz, ganz großes Kino. Die Geschichte handelt von zwei Revolverhelden, die zunächst gemeinsam gaunern, aber dann erbitterte Feinde werden. Der Grund ist ein geheimer Goldschatz, den beide unbedingt ergattern möchten...und dabei auch noch an einen brutalen Offizier geraten. „The Good, the bad and the ugly“ sind alle getrieben von blanker Gier, die durch die sengende Sonne des amerikanischen Bürgerkriegs und die seit Wochen stinkenden Klamotten nicht unbedingt abgeschwächt wird. Los, zieht schon, ihr Schweine. Der Wilde Westen war schon eine verdammt harte Nummer.


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Genres: Western
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