Forsaken World Test - Ganz schön voll, die verlassene Welt

Jonas Wekenborg
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Anwärter auf den MMOG-Thron gibt es viele. Schnell produzierte Free2Play-Spiele aus Asien überfluten den Markt und locken mit aufwendigen und grafisch hochgestochenen Werbebannern im gesamten Internet. Doch einige haben es geschafft sich dezent zurückzuhalten und ihre User formschöner zu umwerben. Wir präsentieren euch eines davon.

Forsaken World Test - Ganz schön voll, die verlassene Welt

“Forsaken World” entzieht sich der asiatischen Einflüsse nicht, dennoch sollte man es nicht mit den vorher Genannten über einen Kamm scheren. Denn das MMOG von Perfect World Europe hat einiges zu bieten, was es von der breiten Masse abhebt. Ebenso leidet es auch unter eben jener Kinderkrankheit, die allzu häufig Spiele dieses Genres befällt.

Same procedure as every year
Nachdem World of Warcraft 2004 den Pfad für Massively-Multiplayer-Online-Games geebnet hatte, folgte eine wahre Flutwelle und ergoss sich über die unbedarften Spieler auf der ganzen Welt. Schnell wollte man es dem Erfolg von Blizzard gleichtun und warf größtenteils unfertige Online-Spiele auf den Markt.

Forsaken World macht auf den ersten Blick einen gänzlich anderen Eindruck. Die Grafik ist nicht mit Box-Spielen der heutigen Zeit zu vergleichen, doch können so auch Spieler mit älteren Rechnern in das Vergnügen gelangen, Abenteuer in der vergessenen Welt zu erleben. Allerdings sollte man die Grafik-Engine auch nicht als schlecht bezeichnen. Die Grafik von Forsaken World wird einfach keinen Preis gewinnen, ist aber weit davon entfernt altbacken zu wirken.

Wie man es nun schon aus etlichen anderen Konkurrenzprodukten kennt fängt alles mit der Charaktergenerierung an. Sein Alter Ego darf der Spieler aus fünf Rassen und acht Klassen wählen. Neben den nahezu überall vertretenen Menschen, Elfen und Zwergen kann aber auch ein Steinmann oder ein Angehöriger der Kindred verkörpert werden.
Die gewählte Rasse beeinflusst anschließend die Wahl der Klasse. So können die ausschließlich männlichen Steinmenschen zum Beispiel nur Patrioten und die Zwerge nur Schützen werden. Die Klasse der Vampire steht hingegen nur den Kindred zur Verfügung. Der Rest ist MMOG-Standard: Krieger, Assassine, Magier, Priester und Barde. Also leicht einzuteilen in die drei Archetypen Tank, Damage-Dealer und Heiler.

In der anschließenden Charakterindividualisierung lässt sich noch einiges am Avatar schrauben. Neben Farben für Haut undHaarkann man auch noch die Grundstimmung des Charakters wählen und Verzierungen wie Tattoos, Piercings und Narben wählen. Beim Spielen passierte es uns dennoch, dass wir auf einen Spieler trafen, der uns bis ins Detail glich. Zufall?

Ebenfalls fiel uns auf, dass die Forsaken World überwiegend von Frauen bevölkert war. Vergisst man also für einen Augenblick, dass man sich in der virtuellen Welt befindet, könnte man auch denken, man wäre im Paradies. Ich schweife ab. Grund für diese prozentuale Mehrheit dürfte die Individualisierung bis ins Üppigste bei weiblichen Charakteren sein. Daher findet man auch derzeit noch recht wenige Steinmänner auf den Servern.

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