Wenn ich die Hand der Macht auf meinem Haupte lasten fühle, kümmert es mich persönlich wenig, zu wissen, wer mich unterdrückt; und ich beuge mich nicht deswegen lieber unter das Joch, weil eine Million Arme es mir darbieten.
Alexis de Tocqueville
Welcher Politiker hat die Hilfen denn als Lösungen präsentiert? Die sollen Zeit gewinnen, und mehr sagen sie auch nicht; angeblich, damit sich Griechenland selbst sanieren kann. Daran glaubt auch keiner, aber ist das offizielle Statement. Inzwischen geht es doch nur darum, mittels Griechenland die Staaten so lange auszuquetschen wie es geht und das Geld direkt in die Banken zu pumpen.
Mal sehen, was der Herr Gauck mal dazu sagt. Der wird sich nicht vor diesem Problem verschließen können.![]()
Nur weil ein neuer Präsident bald Gauck heisst, ändert es doch nichts daran, dass er Bundespräsident ist und niemand wirklich interessiert, was der Bundespräsident zu sagen hat. Ich habe jetzt schon den Satz im Ohr: "Der Bundespräsident soll sich nicht in die Tagespolitik einmischen."
Wenn ich die Hand der Macht auf meinem Haupte lasten fühle, kümmert es mich persönlich wenig, zu wissen, wer mich unterdrückt; und ich beuge mich nicht deswegen lieber unter das Joch, weil eine Million Arme es mir darbieten.
Alexis de Tocqueville
Ist es nicht Aufgabe der Regierung die Politik der Regierung zu erklären. Gauck wird doch nicht als besserer Version von Steffen Seibert angestellt.
Ich bin übrigens mehr oder weniger zufällig über einen alten Focus- Artikel aus dem Jahr 1999 gestolpert:
"Wer will Rau als Präsident? „Niemand“, gestehen Spitzengenossinnen hinter vorgehaltener Hand, „aber der Koalitionsvertrag legt uns fest.“ Obwohl der „keine Bibel“ ist (Bundeskanzler Gerhard Schröder), „kuschen“ die Sozi-Frauen noch immer „kläglich“, wie die linke Wochenzeitung „Die Woche“ beklagt."
"In der „Emma“-Herausgeberin besitzt Schipanski eine Verbündete, die nicht gerade im Verdacht steht, der Union gern behilflich zu sein. Auch das Argument, CDU und CSU hätten Schipanski nie präsentiert, wenn diese ernsthafte Siegchancen besäße, läßt Schwarzer kalt: „Mich interessieren nicht die Motive der Union, sondern nur das Ergebnis.“ Schipanski sei „eine beeindruckende Kandidatin mit einem interessanten Leben“. Prompt rief die Chefredakteurin in ihrem Blatt zur Wahl der schwarzen Wunderwaffe auf."
"„Bei fast allen Rau-Befürwortern geht es bloß um Kungelei und Taktieren“, schimpft Cornelia Pieper, die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP. Möllemann, Clement, selbst die PDS mit ihren Lockrufen an die Kandidatin der Union – alle beschädigten mit ihrem Machtkalkül das hohe Amt. „Die Bürger sind diese Spielchen gründlich leid.“"
Zum Glück lernt man aus der Vergangenheit.
Geändert von Prospero1988 (22.02.2012 um 12:31 Uhr)
Wenn ich die Hand der Macht auf meinem Haupte lasten fühle, kümmert es mich persönlich wenig, zu wissen, wer mich unterdrückt; und ich beuge mich nicht deswegen lieber unter das Joch, weil eine Million Arme es mir darbieten.
Alexis de Tocqueville
Warum soll das bitte notwendig sein? Mit diesen albernen, privaten Diskussionen lenkt man doch nur von seiner eigenen Sauerei vor der Haustüre ab. Es ist erstaunlich wie viele Politiker immer meinen, ihre ungefragte Meinung wäre jetzt von Nöten.
Mein liebstes Beispiel in Sachen Heuchelei bleibt Beck mit seinen scharfen Vorwürfen gegen Wulff.
Jetzt werden halt alle möglichen Zitate aus dem Kontext gerissen und privat Angelegenheiten durchleuchtet. "... der werfe den ersten Stein." - irgendwie haben einige den Anfang des Zitates vergessen...
Weil - ich wiederhole mich ja gerne - das Vertrauen in die Politik durch die reine Partei-Arbeit der letzten Jahre so stark geschädigt wurde, dass die Wähler zu Randparteien überlaufen.
Es mag nur wenigen auffallen, aber in Sachen Demokratie und Vertrauen sind wir gerade in Deutschland in einem Tief. Das ist für keine der Massen-Parteien gut. Demokratie bedeutet auch, die Probleme von mehreren Seiten zu betrachten, und das traut keiner den Parteien zu - und das wohl zu Recht. Daher brauchen wir jemanden, der wirklich überparteilich ist.
Wenn ich die Hand der Macht auf meinem Haupte lasten fühle, kümmert es mich persönlich wenig, zu wissen, wer mich unterdrückt; und ich beuge mich nicht deswegen lieber unter das Joch, weil eine Million Arme es mir darbieten.
Alexis de Tocqueville
Die Linke zerlegt sich selbst über das letzte Jahr und profitiert Null von der antikapitalistischen Stimmung und auf eine rechte Partei, die zwischen NPD und CDU steht wartet man auch seit Jahren vergebens. Die Demokratie in Deutschland scheint also stabiler, als im Rest Europas. Das liegt sicher mehr am wirtschaftlichen Erfolg als im Vertrauen in die Politiker und man sollte auch nicht vergessen, auch wenn man es selbst nicht versteht, die Bundeskanzlerin sehr beliebt.
Wenn ich die Hand der Macht auf meinem Haupte lasten fühle, kümmert es mich persönlich wenig, zu wissen, wer mich unterdrückt; und ich beuge mich nicht deswegen lieber unter das Joch, weil eine Million Arme es mir darbieten.
Alexis de Tocqueville