Fujifilm Finepix F600EXR - Reisekamera mit GPS und ganz viel Zoom

Holger Blessenohl

Fujifilm hat mit der Finepix F600EXR eine neue Reisekamera vorgestellt, die irgendwie ein bisschen spät kommt. Zumindest für alle die im Sommer Urlaub machen, denn erst ab September soll es die F600EXR in den Läden geben. Wir sagen euch, was die Kamera fürs Reisen bringt.

Fujifilm Finepix F600EXR - Reisekamera mit GPS und ganz viel Zoom

Zumindest haben sich die Entwickler von Fujifilm einige Gedanken darüber gemacht, was Urlauber auf Reisen so von ihrer Kamera erwarten. Da steht natürlich an erster Stelle ein möglichst großer Zoombereich. Der ist mit einem Fujinon-Objektiv mit einem 15-fachen optischen Zoom gegeben. Der Zoombereich beginnt in einem sehr weitwinkligen Bereich von 24mm und geht bis zu 360mm (KB-Äquivalent).

Zusätzlich setzt Fujifilm einen Intelligenten Digitalzoom mit wiederum 15-facher Vergrößerung ein. Bei diesem “intelligenten” Digitalzoom handelt es sich um eine Weiterentwicklung des etwas in Verruf geratenen Digitalzooms. Während dieser früher einfach einen kleinen Bildausschnitt angefertigt hat, wie man es auch genauso gut später auf dem PC machen könnte, funktionieren neuere “intelligente” Digitalzooms ähnlich wie dies auch spezielle Vergrößerungs-Software wie PhotoZoom 4 auf dem PC macht. Die hohe Abbildungsqualität eines optischen Zooms wird damit natürlich noch lange nicht erreicht, aber es ist zumindest besser, als später einen kleineren Bildausschnitt manuell am PC auszuschneiden.

Als Reisekamera weist die F600EXR vor allem auch der integrierte GPS-Sensor aus, der mit dem Landmark Navigator verbunden ist. Dieser hat über 1 Million Ortsangaben in Städten weltweit gespeichert, die er Urlaubern nach Möglichkeit anzeigt. Wer sich also nicht ganz sicher ist, ob er jetzt vor dem Brandenburger oder dem Charlottenburger Tor steht, kann auch seine F600EXR fragen. Außerdem speichert der GPS-Sensor alle 10 Minuten die Position, sodass man auch nach dem Urlaub noch auf der Fotoroute nachsehen kann, wo die Bilder entstanden sind.

Die Multifunktionalität der kompakten Kamera zeigt sich auch in der Möglichkeit, Full HD Videos mit 1080p und Stereoton aufzuzeichnen, ein besonderes Feature sind HighSpeed-Videos. Dabei werden actionreiche Sequenzen mit bis zu 320 Bildern pro Sekunde gefilmt. Allerdings muss man erhebliche Einbußen bei der Auflösung dafür in Kauf nehmen, bei den angesprochenen 320 B/s werden nur noch 320×112 Pixel-Filmchen gedreht, bei 160 B/s immerhin schon mal 320×240 Pixel und erst bei 80 B/s wird mit 640×480 Pixeln wenigstens YouTube-Tauglichkeit erreicht. Ebenfalls für Actionszenen ist der Best Frame Capture Mode gedacht. Dabei nimmt die Kamera, sobald der Auslöseknopf halb durchgedrückt wird, Serienbilder auf, ohne diese zu speichern. Sobald man ganz durchdrückt, werden 7 Bilder vor dem Drücken und 7 Bilder nach dem Drücken gespeichert. Fans der Panorama-Fotografie können mit der Kompaktkamera 360°-Schwenkpanoramen fotografieren.

So interessant designt wie die Fujifilm Z900EXR ist die Finepix F600EXR leider nicht. Dafür verfügt sie über einen rückseitenbelichteten (BSI) CMOS-Sensor mit 16 MP, je nach Geschmack oder Fotosituation könnt ihr zwischen den drei Prioritätsmodi “Hohe Auflösung”, “Erweiterter Dynamikumfang” und “Hohe Lichtempfindlichkeit und geringes Bildrauschen” wählen. Ob die F600EXR darüber hinaus auch eine manuelle beziehungsweise halbautomatische Bedienung zulässt, verschweigt die Pressemitteilung. Da die Kamera aber auch das Rohdatenformat RAW unterstützt, sollte das eigentlich selbstverständlich sein. Ab September wird die Kamera in den Farben Schwarz, Weiß und Rot ausgeliefert, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 299,- Euro.

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