Google Glass: erste Bar in Seattle verbietet Datenbrille bereits

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Sie gibt es noch gar nicht zu kaufen und trotzdem ist die Google-Brille bereits in einer Bar in Seattle, im Staat Washington, verboten worden. Als Grund werden Bedenken in Bezug auf die Privatsphäre der Kundschaft angeführt. Eine clevere Werbeidee ist es allemal.

Google Glass: erste Bar in Seattle verbietet Datenbrille bereits

In den letzten Wochen ist Google Glass ein großes Thema gewesen. Zu der anfänglichen Begeisterung gesellten sich aber auch erste Bedenken über den Schutz der Privatsphäre von Menschen in der eigenen Umgebung. Jederzeit unbemerkt gefilmt und fotografiert werden zu können, ist nichts, was man sich im Alltag wünscht.

Wozu das ausarten kann, zeigt ein humorvolles YouTube-Video, das mit den Männer- und Frauenklischees spielt. Hier noch lustig, hört der Spaß in der Realität aber spätestens auf, wenn heimlich Fotos vom Gegenüber geschossen werden.

Kein Google Glass in meiner Bar

Aus diesem Grund hat der Besitzer der Bar 5 Point in Seattle bereits jetzt erklärt, dass es in seinem Lokal keine Google Glasses geben werde:

For the record, The 5 Point is the first Seattle business to ban in advance Google Glasses. And ass kickings will be encouraged for violators.

Sinngemäß: “Das 5 Point ist das erste Geschäft in Seattle, dass die Google Glasses im Vorhinein verbietet. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit A****-Tritten rechnen.”

Er habe kein Problem damit, dass die Brille außerhalb seiner Bar getragen werde, aber da es in seiner Bar manchmal doch recht schäbig und anrüchig zuginge, müsse er seine Kundschaft schützen. Kunden der Bar wollten unerkannt bleiben und nicht gefilmt und sofort ins Internet gestellt werden.

First you have to understand the culture of the 5 Point, which is a sometimes seedy, maybe notorious place. People want to go there and be not known ... and definitely don't want to be secretly filmed or videotaped and immediately put on the Internet.

Ich kann diesen Gedankengang absolut nachvollziehen: Vor allem in einer Bar, in der man sich etwas vom Alltagsstress erholen möchte oder in der der eine oder andere einen über den Durst trinkt und sich seine abendlichen Aktionen dann nochmal durch den Kopf gehen lässt, stellt die ständige Präsenz vom Kameras eine Gefahr für die Privatsphäre von Kunden dar. Ein peinliches Video im Internet kann schnell die eigene Karriere zerstören und eine Person in das falsche Licht rücken.

Ob man dieses Verbot aber schon Monate vor dem offiziellen Verkaufsstart und in einer Form, die das 5 Point als eine Art verwegene Hafenspielunke mit rauen Sitten darstellt, aussprechen muss, ist fraglich. Den Titel des ersten Geschäfts in Seattle mit Glass-Verbot und eine Erwähnung in zahlreichen Medien hat das 5 Point nun auf jeden Fall sicher. Mich würde jetzt übrigens wirklich interessieren, wie es dort zugeht. Der Slogan des Lokals und die Bilder auf der eigenen Homepage erklären aber bereits einiges:

Quelle: Android Authority5 point Homepage

Google Glass

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