Google Glass: Was passiert da eigentlich gerade?

Kamal Nicholas
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Vor gut einem halben Jahr stellte Google ein neues Projekt vor, das auf den Namen „Glass“ hört und das vor allem durch den Einsatz von Augmented Reality im Alltag überzeugen sollte. Seit der ersten Vorstellung ist es um das Projekt nun etwas ruhiger geworden. Wie genau es um die Google Glass derzeit steht, erklärt nun Babak Parviz im Interview mit IEEE Spectrum.

Google Glass: Was passiert da eigentlich gerade?

Das Projekt Google Glass dürfte eines der interessantesten neuen technischen Errungenschaften sein, an denen Google derzeit arbeitet. Allerdings müssen wir alle uns noch ein wenig gedulden, denn Google testet derzeit noch die unterschiedlichsten Funktionen aus, die später teilweise zum Einsatz kommen sollen. Im Interview mit IEEE Spectrum erläutert Babak Parviz, der das Google Glass Projekt leitet und der sich bereits mit der Möglichkeit beschäftigt, Displays in Kontaktlinsen einzubauen, den aktuellen Stand der Dinge.

Google Glass = Augmented Reality? Jein

Wer noch nicht genau weiß, was sich hinter dem Projekt Google Glass versteckt, kann gerne hier nachlesen. Aber wie sieht es mit dem gegenwärtigen Stand aus? Parviz erklärt hierzu, dass das Hauptaugenmerkt derzeit nicht unbedingt auf der Augmented Reality liegt,  sondern vielmehr, dass mit dem Project Glass Nutzern eine Möglichkeit geboten wird, die Welt aus der eigenen Sicht mit anderen zu teilen und auf diese Art mit anderen Menschen zu kommunizieren. In Zukunft wird die Augmented Reality aber eine immer größere Rolle spielen und so auch für die Google Glass von größerer Bedeutung werden.

Derzeit experimentiert Google vor allem mit neuen Ideen für das Projekt, außerdem soll die dazugehörige Plattform verbessert werden. Anfang dieses Jahres sollen dann auch bereits die ersten Prototypen an Entwickler ausgeliefert werden. Über wirklich (neue) Funktionen spricht  Parviz noch nicht.

Um derzeit mit Google Glass zu interagieren, können Nutzer ein kleines Touchpad verwenden, zusätzlich wurde viel mit Sprachbefehlen ausprobiert. Außerdem gab es auch einige Versuche mit Kopf-Gesten.

Interessant dürfte auch die Frage bezüglich einer möglichen Werbeplatzierung im Sichtfeld der Google Glass sein, wie es in verschiedenen Video-Parodien zu sehen war. Laut Parviiz soll es dazu aber nicht kommen.

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Eine neue Plattform

Die große Herausforderung von  Google Glass sei für die Entwickler vor allem, dass es sich dabei um eine komplett neue Plattform handelt und Apps eben nicht einfach wie für ein Smartphone oder einen Computer geschrieben werden können. So müssen Entwickler sich auf dem neuen „Territorium“ erst einmal zurechtfinden, um dann nach und nach das volle Potential von Google Glass zu entfalten.  Sobald die ersten Prototypen verschickt werden, bekommen die Entwickler Zugriff auf die Cloud-basierte API (eine Schnittstelle zum Programmieren von Apps), die bereits für den Bau der E-Mail- und Kalender-Dienste von Google für Testzwecke im Project Glass genutzt  wurden.

Des Weiteren arbeitet Google derzeit daran,  eine Telefonfunktion einzubauen. Eine große Frage stellt sich allerdings noch bezüglich der Akkulaufzeit, da Video- und Foto-Funktionen doch ziemlich energiehungrig sind. Auch hier ist Google natürlich viel am testen und entwickeln und hofft, dass der Akku wie bei derzeitigen Top-Smartphones etwa einen Tag durchhält.

Auch die Sicherheit ist ein sehr wichtiger Aspekt, denn Google laut Parviz von Anfang an sehr ernst genommen hat und so soll das Gerät keinerlei Gefahr für die Gesundheit darstellen soll

Das gesamte Interview könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Quelle: IEEE Spectrum via SmartDroid, Bild: Wired

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