Google Glass – Mein Erfahrungsbericht nach wenigen Minuten

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Während der Google I/O in San Francisco sieht man nicht nur Neuigkeiten rund um Android, Maps, Apps und Chrome, man trifft auf auch Google Glass Besitzer. Viele. Sehr viele. Teilweise sogar auf freundliche Art und Weise aufdringlich. Endlich konnte ich das erste Mal die Datenbrille ausprobieren!

Google Glass – Mein Erfahrungsbericht nach wenigen Minuten

Am Frühstückstisch setzte sich der Entwickler Steve Potell zu uns und begrüßte die Runde mit den Worten “Oh ich sehe, dass niemand von euch eine Google Glass hat. Wollt ihr sie gleich mal ausprobieren?”. Na das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen! Besten Dank Steve!

GIGA Google Glass

Mittels der Glass App konnte Steve den Gast-Modus auf seinem Nexus 4 starten und mir und allen anderen am Smartphone zeigen, was ich gerade mit der Brille sehe. Sitz und Optik der Google Glass sind zweifelsohne erstaunlich gut, der aufgenommene und übertragene Ton kommt per Bone Conduction. Klingt zwar gut, könnte aber etwas lauter sein.

Was mich wirklich überrascht hat: Ich habe die Glass nach wenigen Minuten nicht mehr “gemerkt”. Anfangs spielte ich natürlich mit der Touch-Bedienung und den Kamerafunktionen herum, dann fing Steve aber an, erste Geschichten von seinen Erfahrungen zu erzählen. Bei einem Hangout mit seiner Frau fand er interessant, dass sie sieht was er sieht, aber nur er sie sehen kann. Das ergibt auf vielen Ebenen eine ganz andere Möglichkeit der der Kommunikation.

Google Glass GIGA

Steve berichtete von einer guten Akkulaufzeit. Von Morgens an, bis 15 Uhr am gleichen Tag hielt die erste Akkuladung. Dabei hatte er unzählige Fotos,Videos und Demos gegeben. Verständlich, dass die Brille dann nach einigen Stunden nachgibt. Bei sehr hellem Tageslicht könnte das durchsichtige Display in der Tat etwas ins schwitzen geraten, da die Info-Karten allerdings überwiegend mit einem schwarzen Hintergrund angezeigt werden, sehe ich da weniger Probleme.

Es gibt schon erste Google Glass Case-Modding Überlegungen, unzählige App-Ideen und Vorschläge für Kooperationen mit sehr flexiblen Akku-Herstellern. Wenn man auf der Google I/O 2013 eines mitnehmen konnte, dann, dass die Entwickler wirklich verdammt heiß auf diese Technik sind!

Was mir außerdem sehr gut an der Google Glass gefällt: Mein Sichtfeld wird erweitert und nicht ersetzt.

Mit der Recone Jet gibt es auch eine Offroad/Trekking Version von einem Glass Konkurrenten, welcher mit einem kompletten Android SDK daher kommt. Hier läuft das bekannte Android Jelly Bean drauf, das Display liegt unten rechts und nimmt schon stark das Blickfeld ein.

Recon Jet

Dennoch: Für Biker, Snowboarder und Co. könnte diese wetterfeste Datenbrille eine starke Alternative zur filigranen Google Glass werden, die passenden Apps vorausgesetzt.

 

Fazit:

Für ein Fazit ist es natürlich nach wenigen Minuten nicht möglich, eine feste Aussage zu treffen. Design und Technik können sich noch bis Ende des Jahres ändern und die Entwickler-Version ist eh noch ein paar Schritte von dem Massenprodukt entfernt, welches Google uns präsentieren wird.

Eines steht für mich allerdings fest: Sollte Google dieses Produkt tatsächlich zu einem Preis von unter 300€ – 400€ auf den Markt bringen, ist das Teil gekauft und wird den Markt für tragbare Hardware mächtig durchschütteln.

 

Besten Dank an die Jungs von den Mobilfunkexperten, ohne die unsere Reise nach San Francisco nicht möglich gewesen wäre!

Google I/O 2013 Mobilfunkexperten

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