Google Glass Erfahrungsbericht (Leserartikel)

Jens Herforth
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Mein Name ist Benjamin, ich bin einer der ersten Google Glass Explorer Deutschlands. In den folgenden Zeilen möchte ich euch über meine ersten Erfahrungen mit der Google Glass informieren.

Google Glass Erfahrungsbericht (Leserartikel)

Google Glass ausgepackt

Die Glass wird in einem sehr stabilen Karton geliefert. Er hebt sich von den herkömmlichen Verpackungen in Wertigkeit und Optik um Welten ab. Hebt man den Deckel der Packung ab, wird einem der Blick auf die Glass durch leicht transparentes Papier erschwert. – sehr edel! Unter dem Papier kommt dann die Glass zum Vorschein. Nimmt man sie heraus und hebt den nächsten Boden an, sieht man das weitere Zubehör: Ladeadapter (USA), flaches USB-Kabel, Nosebads (kleiner Gummi-Teile, welche auf der Nase liegen), Transporttasche, ein Earbud und eine Kurzanleitung.

In einem seperaten Karton liegt noch ein Sonnenbrillenglas bei. Die Kartons sind an der Innenseite mit vielen kleinen Hinweisen versehen – sehr hilfreich und nett! Das erste Einrichten gestaltet sich relativ einfach. Man öffnet den Einrichtungsassistenten im Internet, geht die Schritte durch ( Wlan einrichten, Name) und am Ende spuckt der PC einen QR-Code aus, welchen man nun mit der Glass einscannt. Fertig.

Bildergalerie Google Glass unboxing Leserartikel

Google Glass: Anwendungsbeispiel

Das Tragen der Glass stört mich überhaupt nicht, deshalb habe mich schnell an sie gewöhnt. Die Funktionen passen sich gut an den Alltag an, sie hat zum Beispiel meine Uhr schon erfolgreich ersetzen können. Durch den ständigen Datenfluss zwischen meinem HTC One/Nexus 4 und meiner Glass wird auch der kontrollierende Blick auf das Handy unnötig. Alles Wichtige erscheint immer direkt vor dem Auge. Aus diesem Grunde trage ich die Glass wann immer es mir möglich ist.

Das Interface wird durch das Prisma gestochen scharf dargestellt. Sprachbefehle werden direkt und ohne Verzögerung angenommen – und dies trotz meiner nicht perfekten, englischen Aussprache. Die Google Glass beeindruckt mich schon jetzt mit ihrer Vielfalt an Verwendungszwecken. Die meist genutzte Funktion ist “Foto”, denn es ist wirklich toll jeden Moment so einfach fest halten zu können, ohne ein Handy oder Foto auspacken zu müssen. Die Kamera wird durch ein einfaches “ok glass, take a picture“ oder durch einen Druck auf den Auslöseknopf, welcher sich oben auf dem Gestell befindet, ausgelöst. Wenn man bedenkt, dass die Bilder von einer “Brille“ aufgenommen werden, darf man sich über die Qualität nicht beschweren.

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Explorer Story 50 States Through Google Glass

Google Glass: Navigation und Akku

Leider erkennt die Sprachsuche noch keine deutschen Städte, weshalb sich die Navigation hier noch nicht wirklich ausreizen lässt. Doch bekommt man das Navi dann doch zum Laufen, ist es eine unglaubliche Erleichterung. Ich persönlich sehe beim Navigieren mit einem Navigationsgerät eine größere Gefahr für den Straßenverkehr, als bei der Google Glass, da man bei dem Blick auf das Navi meist den Verkehr für eine kurze Zeit komplett außer acht lässt. Bei der Google Glass ist das anders, da sich ihr angezeigtes Bild steht's oben-rechts im Blickfeld befindet.

Schade ist ist nur, dass der Akku bei intensiver Nutzung nur ca. einen halben Tag hält. Hier hoffe ich noch auf Verbesserung bis zum Release. Auch die Appvielfalt lässt noch zu Wünschen offen, was aber bei einer Entwicklerversion nicht anders zu erwarten ist.

Auf der zweiten Seite geht es um die Installation von nativen Apps und dem Benjamins erstem Fazit 

Weitere Themen: Google Smart Lenses, HTC One (2013), Nexus 4, Google

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